Eine Wunde ist eine oberflächliche Verletzung der Haut; eine Trennung des Zusammenhangs des Gewebes. Damit diese wieder gut verheilt, muss die Wunde versorgt und gepflegt werden, da sonst Infektionen, Entzündungen und Geschwüre entstehen können. Es kommt auf die Art der Verletzung, die Tiefe der Wunde, die Hautschicht, die betroffen ist, und die Keimfreiheit an, wie die Wunde behandelt werden sollte.
Eine Wundpflege wird erforderlich, wenn es aufgrund einer äußeren Verletzung zur Entstehung einer Wunde kommt. Solche Wunden entstehen durch eine Durchtrennung des Gewebes.
Grund dafür sind äußere Gewalteinwirkung, wie eine Schnittwunde, wenn man sich zum Beispiel mit einem Messer oder an einer Glasscherbe schneidet, eine Schürfwunde nach einem Sturz, die Bildung eines Druckgeschwürs oder bestimmte Krankheiten.
Nachdem eine Wunde entstanden ist, kommt es zu einer natürlichen Wundheilung des Körpers. Dieser Heilungsprozess kann durch eine optimale Wundpflege wesentlich erleichtert werden.
Auf welche Weise die Wundpflege vorgenommen wird, hängt von dem Ausmaß der Wunde ab, also wie tief oder wie groß sie ist und welche Hautschicht betroffen ist, denn Wunden können sowohl oberflächlich wie tiefergehend sein. Während oberflächliche Wunden schon nach ein paar Tagen wieder verheilt sind, brauchen tiefere Wunden mehr Zeit für die Heilung.
Bei bestimmten Krankheiten wie Diabetes mellitus können Wundheilungsstörungen auftreten, sodass die Gefahr besteht, dass die Wunde chronisch wird.
Um eine gute Wundpflege zu gewährleisten, ist es wichtig in der Hausapotheke ausreichend Verbandsmaterial wie Pflaster, Wundauflagen, Kompressen, Mullbinden, Desinfektionsmittel, Wundsalben sowie sterile Wattetupfer zu lagern.
Hilfreich sind auch Medikamente mit entzündungshemmenden und Keimabtötenden Wirkstoffen wie Povidon-Jod, Dexpanthenol, Zink, Hexetidin, Salicylsäure, Tyrothricin oder 8-Chinolinolsulfat-Kaliumsulfat. Für die Wundnachsorge sollten Hautpflegemittel verwendet werden.
Damit eine optimale Wundheilung gewährleistet wird, ist es wichtig die Wunde steril, also keimfrei, zu halten, damit es nicht zum Entstehen einer Infektion kommt. Schürfwunden, die schmutzig geworden sind, müssen mit Wasser gereinigt werden, bevor man sie verbindet.
Hilfreich für die Wundpflege ist auch das Feuchthalten der Wunde mit einer speziellen Wundauflage. Durch die Feuchtigkeit kann die Wunde besser heilen und wird zudem vor Keimen geschützt. Auch eine gute Belüftung der Wunde ist wichtig.
Während man kleinere Wunden selbst behandeln kann, müssen größere und tiefere Wunden von einem Arzt versorgt werden.
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