Beim Verzehr von giftigen Pilzen kann es schnell zu einer Pilzvergiftung (lat. Myzetismus) kommen. Bei stark giftigen Pilzen reichen schon kleinste Mengen. Meistens ist die Ursache eine Verwechslung mit einer essbaren Pilzsorte, z.B. die eines Knollenblätterpilzes mit einem Champignon. Aber auch beim Missbrauch von halluzinogenen Pilzen als Rauschdroge kommt es immer wieder zu gefährlichen Folgen. Nicht zu Verwechseln ist eine echte Vergiftung mit einer harmloseren Pilzunverträglichkeit oder Allergie.
Unter einer Pilzvergiftung kann man leiden, wenn giftige Pilze verzehrt werden. Je nach Art des Pilzes genügt es bereits, wenn der Patient nur ein kleines Stück des Pilzes isst. Bei anderen Pilzen müssen wiederum größere Mengen verzehrt werde, bis Symptome bemerkt werden.
In einigen Fällen bemerken die Patienten die Symptome der Vergiftung fast unmittelbar nach dem Essen, teilweise jedoch auch erst einige Tage später.
Menschen, die giftige Pilze verzehrt haben, leiden unter Übelkeit mit Erbrechen, Bauchschmerzen, Schwindelgefühlen, Bewusstseinstrübung, Atembeschwerden und Durchfall. Besonders wenn die Patienten die Symptome erst nach einigen Tagen bemerken, hat sich oftmals schon eine Leber- und/oder Nierenschädigung entwickelt.
Wird eine Pilzvergiftung frühzeitig erkannt und ärztlich behandelt, so bleiben in der Regel keine Folgeschäden zurück. Wird eine Pilzvergiftung jedoch nicht oder zu spät behandelt, so verstirbt der Patient daran.
Bei einer Pilzvergiftung sollte unverzüglich ein niedergelassener Arzt oder Krankenhaus aufgesucht werden. Auch die Vergiftungszentrale kann hier weiterhelfen.
Um so schnell wie möglich herauszufinden, welche giftigen Pilze der Patient verzehrt hat, sollten Stuhlproben, Erbrochenes oder übrig gebliebene Reste des Essens mit zum Arzt genommen werden. Dieser kann die Proben dann an ein Labor senden, in dem differenzierte Untersuchungen durchgeführt werden.
Je nachdem, wie giftig der Pilz war, der verzehrt wurde, kann der behandelnde Arzt ein Gegengift verabreichen. Teilweise ist es auch notwendig, den Magen während einer Magenspülung durchzuspülen, so dass das Gift aus dem Körper geschwemmt wird.
Hat ein Patient nur leichte Vergiftungssymptome, so behandeln die Ärzte die einzelnen Symptome z.B. mit Medikamenten gegen den Durchfall und das Erbrechen.
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