4. September 2009
Als Röntgen bezeichnet man eine Durchleuchtung des Körpers durch Röntgenstrahlen. Röntgenuntersuchungen zählen zu den wichtigsten Diagnoseverfahren in der Medizin.
Zweck einer Röntgenuntersuchung ist die bildliche Darstellung von menschlichen Körper- und Geweberegionen. Diese werden mit einem Röntgengerät bestrahlt und zur weiteren Analyse auf Filmmaterial sichtbar gemacht.
Entdeckt wurden die unsichtbaren Röntgenstrahlen im Jahre 1895 von dem deutschen Physiker Wilhelm Konrad Röntgen (1845-1923) im Rahmen eines seiner Experimente. Im Laufe der Jahre wurde die Röntgenuntersuchung zur Standarduntersuchung in der Medizin.
Als Röntgenstrahlen bezeichnet man elektromagnetische Wellen. Diese können einen Röntgenfilm schwärzen. Bei einem Durchlaufen des menschlichen Körpers kommt es zu einer teilweisen Abschwächung der Strahlen, wodurch das Bild auf dem Röntgenfilm verändert wird. Wie hoch der Grad der Abschwächung der Strahlen ausfällt, ist abhängig vom Gewebe. Während hartes Gewebe wie Knochen viel Strahlung absorbiert, ist bei weichem Gewebe wie Haut, Muskeln oder Fett das Gegenteil der Fall. So werden Knochen auf Röntgenbildern stets als weiße Strukturen abgebildet. Durch die Zunahme von elektronischen Speichermedien wird der klassische Röntgenfilm mehr und mehr durch diese ersetzt, was zur Folge hat, dass die gleiche Bildqualität mit weniger Strahlung erreicht werden kann.
Die Röntgenstrahlung, die bei einer Röntgenuntersuchung aus dem Körper austritt, wird durch Detektoren als bewegtes Bild auf einem Bildschirm abgebildet. Dadurch ist es dem untersuchenden Mediziner möglich, funktionelle Abläufe im Körper beobachten zu können.
Ein wichtiges Hilfsmittel bei Röntgenuntersuchungen sind Röntgen-Kontrastmittel, durch die künstliche Kontraste auf dem Bildschirm erzeugt werden. Hohlräume, wie beispielsweise der Verdauungstrakt, können auf diese Weise besser dargestellt werden und erscheinen weiß auf dem Bildschirm oder dem Röntgenbild. Durch die Absorbierung der Röntgenstrahlen durch das Kontrastmittel bildet sich dieser weiße Kontrast. Mit negativen Kontrastmitteln ist es aber auch möglich, solche Strukturen dunkel erscheinen zu lassen. Weitere Varianten der Röntgenuntersuchung sind die Computertomographie (CT) sowie die Mammographie.
Zur Anwendung kommen Röntgenuntersuchungen vor allem bei Untersuchungen des Brustkorbs, um Herz, Lungen und das Zwerchfell sichtbar zu machen, des Bauchraums (Abdomen), um beispielsweise Zysten oder Darmverschlüsse diagnostizieren zu können und bei Untersuchungen des Skeletts um Knochenfrakturen, Osteoporose, Gelenkveränderungen oder Tumore festzustellen. Ebenso werden vor operativen Eingriffen häufig Röntgenuntersuchungen durchgeführt. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Kiefer- und Zahnheilkunde.
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