Ablauf einer Magenspiegelung

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion
Grafik Organe mit Magen hervorgehoben
magen illustration © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Wenn Beschwerden des Magens oder des oberen Verdauungstraktes bestehen, wird zur Abklärung eine Magenspiegelung durchgeführt. Diese ist schmerzlos und nimmt nicht viel Zeit in Anspruch.

Vorbereitungen

Vor der Durchführung einer Magenspiegelung muss beachtet werden, dass der Patient mindestens sechs Stunden vor der Prozedur nichts isst oder trinkt, da der Magen frei von Speiseresten sein muss, damit er optimal analysiert werden kann.

Zudem werden im Vorfeld die Blutgerinnungswerte des Patienten überprüft. Blutverdünnende Präparate müssen vor der Gastroskopie abgesetzt werden.

Eine Magenspiegelung ist zwar schmerzlos, kann aber durch die Einfuhr des Schlauches durch den Mund und den Rachenraum unangenehm sein. Falls erforderlich erhält der Patient ein Beruhigungsmittel und eine örtliche Betäubung des Rachens.

Durchführung der Magenspiegelung

Zu Beginn der Magenspiegelung wird der zu Untersuchende auf die linke Seite gelegt. Durch den Mund und am Kehlkopf vorbei wird das Gastroskop in die Speiseröhre eingelassen, bis es den Magen und den Zwölffingerdarm erreicht. Damit der untersuchende Arzt die Region besser einsehen kann, wird Luft in den Magen geblasen, wodurch dieser sich entfaltet. Die eingeblasene Luft wird später wieder abgesaugt.

Falls erforderlich nimmt der Arzt vom Magen oder Zwölffingerdarm eine Gewebeprobe, um sie später genauer zu untersuchen. Auch kleinere operative Eingriffe, wie das Abtragen von Polypen, können vorgenommen werden, falls es nötig ist. Nach Ende der Prozedur, die nur ein paar Minuten in Anspruch nimmt, wird das Gastroskop wieder aus dem Körper entfernt.

Der Patient sollte nach der Magenspiegelung ca. zwei bis drei Stunden lang warten, bis er wieder Nahrung zu sich nimmt. Nach einer örtlichen Betäubung besteht sonst die Möglichkeit, dass er sich verschluckt. Wurde ein Beruhigungsmittel verabreicht, darf 24 Stunden nicht am Straßenverkehr teilgenommen werden.

Mögliche Komplikationen

Magenspiegelungen gelten als völlig ungefährlich und schmerzlos. Durch das Einführen des Schlauches in die Speiseröhre kann es jedoch zu Würgereiz kommen. Dem kann durch die Verabreichung eines Beruhigungsmittels entgegengewirkt werden. Mögliche Komplikationen bei einer Magenspiegelung sind Verletzungen der Verdauungstraktwand, Blutungen nach einer Biopsie oder dem Abtragen von Polypen, Heiserkeit, Schluckbeschwerden sowie Störungen der Atmung und des Herz-Kreislaufsystems.

Quellenangaben

  • Bildnachweis: magen illustration © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Grundinformationen zur Magenspiegelung

  • Die Magenspiegelung zur Untersuchung von Magen und Speiseröhre

Artikel-Kategorien

Artikel teilen und bewerten

Kommentare (0)

Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.

Kommentar schreiben

Sie schreiben aktuell nur als Gast. Melden Sie sich an oder werden Sie neues Mitglied der Community: » Jetzt kostenlos registrieren