11. September 2009
Als Körperfettmessung bezeichnet man die Messung des Körperfettanteils. Dafür kommen verschiedene Methoden in Frage.
Ziel und Zweck einer Körperfettmessung ist die genaue Feststellung der Verteilung von Körperfett und Muskelmasse im Körper. Besonders für Menschen, die eine Reduktionsdiät vornehmen oder für Sportler ist eine Körperfettmessung von besonderem Interesse, da sie auf diese Weise ermitteln können, wie es um ihre Fitness und Gesundheit bestellt ist. Besitzt der Mensch zuviel Körperfett, kann sich dies negativ auf seine Gesundheit auswirken. Mit zunehmenden Körperfett steigt auch das Risiko für Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder für Schlaganfälle. Aus diesem Grund ist eine Körperfettmessung für Risikogruppen besonders zu empfehlen.
Angewendet werden Körperfettmessungen für die Diagnose von Übergewicht sowie zur Dokumentation von Trainings- und Ernährungsprogrammen zur Reduzierung von Körperfett. Für die Messung des Körperfettes wird die gesamte Körpermasse in verschiedene Anteile unterteilt. So wird im Rahmen des 2-Kompartment-Modells die Körpermasse in fettfreie Masse (FFM) sowie in Fettmasse (FM) eingeteilt. In anderen, so genannten Mehr-Kompartment-Modellen, erfolgt eine noch detailliertere Einteilung der Körpermasse. So wird dort die Zusammensetzung der fettfreien Masse noch genauer ausgeführt. Die fettfreie Masse besteht überwiegend aus Knochen, inneren Organen, Muskelgewebe und Mineralien. Obwohl die Unterteilung in fettfreie Masse und Fettmasse recht simpel ist, gilt sie als bewährte Grundlage der Körperfettmessung.
Bei den Methoden der Körperfettmessung wird zwischen direkten, indirekten sowie doppelt indirekten Methoden unterschieden. Als direkte Methode bezeichnet man Messungen des Körperfetts, die an Leichen durchgeführt werden. Da sie postmortal angewendet werden, sind sie für lebende Menschen jedoch nicht geeignet, obwohl sie die genauesten Ergebnisse liefern. Bei einer indirekten Methode beruht die Körperfettmessung auf Daten, die schon vor der Messung erfasst oder geschätzt wurden. Bei dieser Methode bestehen jedoch Ungenauigkeiten. Als doppelt indirekte Methoden bezeichnet man Messungen, die sowohl mit einer Referenzmethode gemessen werden als auch auf statistischen Zusammenhängen basieren. So wird dabei beispielsweise die Hautfaltendicke an mehreren Punkten gemessen und anschließend addiert. Auf diese Weise wird ein hoher Zusammenhang zwischen dem ermittelten Wert und dem tatsächlichen Gehalt des Körperfettes erzielt.
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