25. September 2009
Um bestimmte Erkankungen der Augen feststellen zu können, wird eine Fluoreszenzangiographie durchgeführt. Diese ist für den Patienten völlig schmerzlos.
Wenn der Verdacht auf eine bestimmte Erkrankung des Auges vorliegt, kommt es zur Anwendung einer Fluoreszenzangiographie. Diese wird in mehreren Phasen durchgeführt. Zu Beginn der Untersuchung kommt es zunächst zu einer Farbaufnahme der Netzhaut bei normaler Beleuchtung. Danach wird eine Aufnahme mit grünem Filterglas und rotem Licht gemacht, um damit den Kontrast der, die Netzhaut umgebenen, Blutgefäße zu verbessern. Die Wiedergabe dieser Aufnahme erfolgt, genau wie die weiteren Phasen, in Graustufen. Nach Abschluss dieser vorbereitenden Bilder, kommt es zur eigentlichen Fluoreszenzangiographie.
Durch das Blitzlicht der Kamera und einem speziellen Exciterfilter wird das Kontrastmittel zum Leuchten angeregt. Um störende Wellenlängen auszublenden, muss das zurückfallende Licht durch eine zweite Barrier-Filter-Passage. Vor der Verabreichung des Farbstoffes wird zur Darstellung von Eigenfluoreszenz-Phänomenen eine Fluoreszenzaufnahme gemacht. Danach kann der fluoreszierende Farbstoff verabreicht werden, der dem Patienten über eine Armvene in den Körper injiziert wird. Nachdem sich der Farbstoff im ganzen Körper und den Augen gut verbreitet hat, wird das Auge mit blauem, kurzwelligem Licht bestrahlt. In regelmäßigen Abständen werden dann verschiedene Aufnahmen angefertigt und währenddessen die Verteilung des Farbstoffes in den Augen registriert.
Für die Bewertung wird die Zeit zwischen der Verabreichung des Farbstoffes und dessen Erscheinen in den Blutgefäßen der Netzhaut gemessen. Auch die Verteilung des Farbstoffes innerhalb der Gefäße wird beobachtet und beurteilt. Auf den gemachten Aufnahmen kann eine mögliche Gefäßveränderung deutlich erkannt werden.
Generell verläuft eine Fluoreszenzangiographie für den Patienten völlig schmerzlos und ohne Komplikationen. Für ein bis zwei Tage kann es zu einer Gelbfärbung der Haut und des Urins kommen. In seltenen Fällen treten bei einer Fluoreszenzangiographie Übelkeit oder allergische Reaktionen auf.
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