11. September 2009
Als Blasenspiegelung (Zystoskopie) oder auch Blasen- und Harnröhrenspiegelung (Urethro-Zystokopie) bezeichnet man in der Medizin eine Untersuchung der Harnblase. Das wichtigste Instrument ist dabei das Zystoskop.
Ziel und Zweck einer Blasenspiegelung (Zystoskopie) ist die Untersuchung der Blase zur Feststellung von Erkrankungen dieses Organs. Bei männlichen Patienten erfolgt zudem auch die Untersuchung der Harnröhre. Vorgenommen wird eine Blasenspiegelung mit einem Zystoskop, einem speziellen Endoskop. Das Wort Zystokopie stammt aus dem Griechischen und bedeutet Blase (Zyst) und schauen (Skopein). Mit einem Zystoskop ist es dem behandelnden Arzt möglich, das Innere des Blasenraums zu untersuchen. Außerdem kann mit einem speziellen Zystoskop auch die Harnröhre eingesehen werden, was als Urethro-Zystokopie bezeichnet wird.
Die erste Untersuchung mit einem moderneren Urethro-Zystoskop wurde im Jahre 1879 von dem deutschen Arzt Maximilian Nitze (1848-1906) durchgeführt. Dieses Jahr gilt daher auch als Geburtsjahr der urologischen Endoskopie.
Vorgenommen wird eine Blasenspiegelung zur Diagnose von Blasenerkrankungen. Hauptsächlich durchgeführt werden Zystoskopien, wenn Verdacht auf Blasenkrebs besteht, bei Entleerungsstörungen der Blase mit Verdacht auf ein Abflusshindernis, wenn Blut im Urin auftritt (Mikro- oder Makrohämaturie), bei Verdacht auf Verengung der Harnröhre, wenn Verdacht auf einen Fremdkörper in der Harnblase besteht, bei Harninkontinenz um den Schließmuskel zu untersuchen, zur Klärung von häufigen Blasenentzündungen, bei Verdacht auf Fistelbildung sowie bei Krebsnachsorge nach Blasentumoren.
Außerdem können bei Blasenspiegelungen auch Gewebeproben (Biopsien) entnommen werden, um Tumore zu erkennen. Darüber hinaus können mit einer Blasenspiegelung Behandlungen durchgeführt werden, indem man Blasen- oder Harnleitersteine entfernt. Dabei werden die Steine entweder zertrümmert (Lithotripsie) oder mit einer Schlinge entfernt (Extraktion). Ebenso können Harnleiterschienen (Stents) mit Hilfe einer Zystoskopie eingefügt werden. Des Weiteren können auch Prostata- oder Blasentumore mit einer Blasenspiegelung abgetragen oder Verengungen der Harnröhre beseitigt werden. Darüber hinaus kann die Harnleiter bei einer Zystoskopie mit Röntgenkontrastmitteln gefüllt werden, wodurch auch die Nierenbecken sichtbar werden.
Es gibt aber bestimmte Umstände, bei denen von einer Blasenspiegelung abgeraten wird. So sollte eine Urethro-Zystoskopie nicht bei Infektionen der Harnblase, der Harnröhre, der Nebenhoden oder der Prostata durchgeführt werden, da sonst die Gefahr einer Verschlimmerung der Infektion durch eintretende Keime besteht.
Meinem Vater wurde vor ca. 2 Monaten ein Blasentumor entfernt
wie die Ärzte sagten restlos
er bekam 6 Wochen lang einmal eine S...
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