21. September 2009
Bei der Durchführung einer Biopsie gibt es verschiedene Arten um Gewebeproben zu entnehmen. In der Regel werden sie mit speziellen Kanülen durchgeführt.
Vor der Durchführung einer Biopsie muss darauf geachtet werden, dass der Patient nüchtern ist. Das heißt, er darf einige Stunden vor Beginn der Gewebeentnahme nichts trinken oder essen. Besteht eine starke Bauchbehaarung, erfolgt unter Umständen vorher eine Rasur im Bereich der Biopsie. Außerdem werden mit einer Blutuntersuchung die Gerinnungswerte des Patienten untersucht.
In den meisten Fällen ist eine Biopsie nicht mit Schmerzen verbunden. Wenn es notwendig ist, werden dem Patienten bei Bedarf Schmerz- oder Beruhigungsmittel verabreicht. Die meisten Biopsien können ambulant in einer Arztpraxis durchgeführt werden. Wichtig ist, dass die Biopsie bei sterilen Bedingungen erfolgt, damit keine Infektionen entstehen.
Für die Entnahme der Gewebeprobe gibt es verschieden Formen von Biopsien, die von den zu untersuchenden Organen abhängen. Dazu gehören:
1. Nadelbiopsie
Bei dieser Form von Biopsie, die auch Punktionsbiopsie genannt wird, erfolgt die Gewebeentnahme mit einer Hohlnadel. Dabei wird die Haut vorher desinfiziert und in bestimmten Fällen betäubt. Je nach Art des zu untersuchenden Organs werden bei der Nadelbiopsie verschiedene Nadeln eingesetzt. Für die Entnahme von einzelnen Zellen oder Flüssigkeiten werden sehr dünne Nadeln verwendet. Für größere Gewebeteile kommen dicke Nadeln zum Einsatz. Mit einer Röntgenaufnahme oder Computertomographie kann die Biopsie auch gezielt vorgenommen werden.
Nachdem die Nadel entfernt wurde, kommt es zur Untersuchung der Gewebeprobe in einem Labor.
2. Endoskopische Biopsie
Bei einer endoskopischen Biopsie wird die Gewebeprobe während einer Spiegeluntersuchung (Endoskopie) entnommen. Dabei kommen Schlingen oder Zangen zur Anwendung, die sich am Ende des spiegelnden Endoskops befinden. Mit dieser Methode können Darmkrebs, Dünndarmtumore oder Magengeschwüre festgestellt werden. Nach der Entnahme der Probe wird diese unter einem Mikroskop von einem Pathologen untersucht und analysiert.
3. Probeexzision
Bei der Probeexzision, die auch Exzisionsbiopsie genannt wird, kommt es zur Entnahme von größeren Gewebestücken mit einem Skalpell, was vor allem bei Muttermalen geschieht, bei denen Verdacht auf Schwarzen Hautkrebs (Melanom) besteht. Das Muttermal wird herausgeschnitten und anschließend auf Krebszellen untersucht.
In der Regel sind Biopsien nicht schmerzhaft und ohne größeres Risiko. In einzelnen Fällen kann es jedoch zu Verletzungen, Infektionen oder Blutungen kommen.
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