9. September 2009
Als Belastungs-EKG (Ergometrie) bezeichnet man die Aufnahme eines Elektro-Kardiogramms, das unter einstellbaren Bedingungen vorgenommen wird. Mit dieser Methode können bestimmte Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems erkannt werden.
Ein Belastungs-EKG (Ergometrie) dient bei medizinischen Untersuchungen zur Feststellung von Herz-Kreislauferkrankungen. Dabei wird ein EKG (Elektro-Kardiogramm) unter regelbaren Belastungen aufgenommen. Außerdem kann mit einem Belastungs-EKG in der Arbeits- und Sportmedizin eine eventuelle Arbeitseinschränkung oder der jeweilige Trainingszustand eines Sportlers festgestellt werden.
Der Begriff Ergometrie stammt aus dem Griechischen und bedeutet Arbeit (ergon) und Maß (metron). Mit Hilfe eines Ergometers, welches speziell auf den Patienten oder die Testperson abgestimmt wird, erfolgt entweder mit Stufen- oder mit Dauertests eine Leistungsdiagnostik über die physische Leistungsfähigkeit der zu testenden Person. Dabei benutzt man ein Gerät, das möglichst sportverwandt ist, wie zum Beispiel Laufbänder, Paddelergometer, Schwimmkanäle oder Ruderergometer. In Deutschland wird in der Regel ein Fahrradergometer verwendet, gelegentlich auch ein Laufbandergometer.
Wichtigste Einsatzgebiete für ein Belastungs-EKG sind in der Medizin die Feststellung und Beurteilung von Lungen- und Herzkrankheiten wie Krankheiten der Herzkranz-Gefäße, Herzrhythmusstörungen bei physischer Belastung oder Bluthochdruck. Auch um die Belastbarkeit eines Patienten nach einer Herzoperation oder nach einem Herzinfarkt zu testen, wird ein Belastungs-EKG verwendet. Dabei dienen Ergometer auch als Hilfsmittel für Risiko- oder Prognoseabschätzungen. In der Rehabilitation werden Belastungs-EKGs für gezielte Therapieempfehlungen oder zur Überprüfung von Behandlungen genutzt. In der Sportmedizin und im Leistungssport dient die Ergometrie zur Ermittlung des Leistungsstands eines Sportlers sowie zur Trainingsplanung.
Die Funktionsweise eines Belastungs-EKGs ist ähnlich wie die eines Ruhe-EKGs, nur mit dem Unterschied, dass die Testperson körperlich aktiv ist, wenn die Messung erfolgt. Die Leistung wird dabei in Watt gemessen. Während der körperlichen Belastung wird dann das Elektro-Kardiogramm geschrieben. Bei jedem Herzschlag wird schwacher Strom von etwa 1/1000 Volt erzeugt. Diese elektrischen Aktionen des Herzens werden von dem Kardiogramm aufgenommen und als Kurven wiedergegeben. Die Einstellungen und die Aufnahmen für ein automatisches EKG werden dabei zumeist von einem Computer vorgenommen, wobei ein Arzt oder ein medizinischer Assistent die Aufsicht führen.
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