Die Verödung (Sklerosierung) wird vorwiegend im Rahmen der Venenverödung durchgeführt. Mithilfe einer Nadel wird ein entzündungsförderndes Medikament in das Gefäß gespritzt, um eine Blutgerinnung in der Ader hervorzurufen. Durch bestimmte Abbauprozesse bildet sich die erweiterte Vene zurück. Die Verödungsbehandlung wird meist bei Krampfadern oder Besenreisern angewendet, doch auch bei Hämorrhoiden greift man auf eine Verödungstherapie zurück.
Eine Verödung wird bei verschiedenartigen Beschwerde- und Krankheitsbildern durchgeführt. Verödet werden Blutgefäße, die sich an verschiedenen Stellen des menschlichen Körpers befinden. Sehr häufig führen die Ärzte eine Verödung von Krampfadern oder Besenreisern an den Beinen durch. Auch bei Patienten mit Hämorrhoiden kann es notwendig sein, diese zu veröden.
Bei einigen Krankheitsbildern wird eine Verödung auch angewendet, wenn ein Blutgefäß oder Gewebe „verklebt“ werden muss. Dies ist beispielsweise bei bestimmten Organblutungen der Fall.
Mediziner sprechen bei einer Verödung von einer Sklerotherapie. Sie wird z.B. von Hautärzten oder Proktologen durchgeführt. Der Eingriff wird sowohl ambulant bei den Ärzten als auch im Krankenhaus durchgeführt.
Je nachdem, welches Blutgefäß oder Gewebe verödet wird, unterscheidet sich die Behandlung. Werden Krampfadern oder Besenreiser verödet, so spritzt der Arzt ein spezielles Medikament in das Blutgefäß. Das Blutgefäß verklebt durch dieses Verödungsmittel. Der Patient muss sich nach dem Eingriff viel bewegen und einen Kompressionsstrumpf am behandelten Bein tragen.
Wird eine Verödung bei Hämorrhoiden vorgenommen, so erfolgt diese während einer so genannten Proktoskopie. Der Arzt spritzt hier ebenfalls ein Verödungsmittel in die Hämorrhoide, die behandelt werden muss. Die Hämorrhoide schrumpft dadurch und bereitet dem Patienten keine Beschwerden mehr.
Je nach Art der Beschwerden ist eine Verödung meist ein medizinisch notwendiger Eingriff. Der Patient bemerkt z.B. hin und wieder Blut im Stuhl (Hämorrhoiden) oder klagt über ein ständiges Schweregefühl in den Beinen (Krampfadern). Besenreiser sind ein kosmetisches Problem. Sie äußern sich durch feine bläulich sichtbare Blutgefäße an den Beinen.
Nicht immer erreichen die Ärzte durch eine Verödung eine dauerhafte Heilung. Besonders bei Hämorrhoiden ist die Heilungsquote nach einer Verödung relativ gering. Bei 7 von 10 Patienten bilden sich nach einiger Zeit erneut Hämorrhoiden.
Bei Verödungen der Blutgefäße sind Nervenschädigungen, schwere Thrombosen, Hautveränderungen u.a. möglich, treten jedoch nur sehr selten auf.
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