28. Oktober 2009
Als Magnetfeldtherapie oder Magnettherapie bezeichnet man eine alternative Behandlungsmethode. Dabei wird der Patient einem Magnetfeld ausgesetzt.
Ziel und Zweck einer Magnetfeldtherapie ist die Beschleunigung von Heilungsprozessen des Körpers durch Anregung der Durchblutung und Erhöhung der Sauerstoffzufuhr. Dabei wird mit Hilfe eines elektrischen Gerätes ein Magnetfeld um den zu behandelnden Körperteil aufgebaut. Diese pulsierenden elektrischen Magnetfelder sollen die Mikrozirkulation verbessern sowie den Zell- und Energiehaushalt des Körpers stimulieren und regulieren. Zur Anwendung kommen dabei sowohl natürliche als auch künstliche Magneten.
Zahlreiche biologische Vorgänge im Organismus sind mit elektrischen Reizen eng verbunden. So sind bedeutende Zellvorgänge vom Sauerstoff und weiteren energetischen magnetisierbaren Ladungsträgern abhängig. Kommt es zu einer Störung des Stoffwechsels einer Zelle, hat dies eine Verschlechterung von deren Energieversorgung zur Folge, wodurch Anhäufungen von Abbauprodukten entstehen. Durch eine Magnetfeldtherapie können kranke und inaktive Zellen durch eine Neuausrichtung der Magnetfeldabläufe wieder normalisiert werden. Durch die Stimulierung der Zellen kommt es zu einer Steigerung des Stoffwechsels und einer Förderung des Heilungsprozesses.
Die Geschichte der Magnettherapie reicht zurück bis in die Antike und wurde schon von dem berühmten griechischen Arzt Hippokrates (460-370 v. Chr.) beschrieben. Heutzutage wird die Magnetfeldtherapie, die in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde, bei zahlreichen Krankheiten und Beschwerden angewendet. Dazu gehören Kopfschmerzen, Migräne, Knochenbrüche, Rheumaerkrankungen, Poliomyelitis, degenerative Wirbelsäulenbeschwerden und Erkrankungen des Bewegungsapparates durch Sportverletzungen. Zudem wird die Magnetfeldtherapie bei stoffwechselbedingten Allergien oder Infekten zur Stärkung des Immunsystems angewendet, um die Knochen- und Knorpelstruktur zu verbessern oder um den Hormonhaushalt zu aktivieren. Weitere Anwendungsgebiete sind Stoffwechselstörungen wie Gicht oder Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Durchblutungsstörungen, Bronchitis, Asthma, Tinnitus, Schwindelgefühle, Regelschmerzen sowie zu hoher oder zu niedriger Blutdruck.
Die Kosten für eine Magnetfeldtherapie müssen in der Regel vom Patienten selbst getragen werden. Da die Wirksamkeit der Therapie wissenschaftlich nicht hinreichend belegt ist, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlungskosten nicht. Auch die privaten Krankenkassen tragen die Kosten nur selten.
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