29. März 2010
Ein Zahnausfall kann sowohl Erwachsene als auch Kinder betreffen. Die Behandlung findet überwiegend bei einem Zahnarzt statt.
Von einem Zahnausfall spricht man dann, wenn ein Milchzahn oder bleibender Zahn aus dem Kiefer herausfällt oder herausbricht.
Im Vorschulalter fallen bei den Kindern die Milchzähne aus. Zuerst wackeln die Zähne einige Zeit, bis sie dann z.B. beim Kauen ausfallen. Einige Zeit lang bleibt eine Lücke, bis dann der neue bleibende Zahn durch das Zahnfleisch kommt.
Zähne können jedoch auch aus anderen Gründen ausfallen und dann sowohl Erwachsene als auch Kinder betreffen. Bevor bei Erwachsenen ein Zahn ausfällt, leiden viele jahrelang unter einer Entzündung des Zahnfleisches. Die Patienten merken dies auch durch häufiges Zahnfleischbluten. Dabei bildet sich das Zahnfleisch um die Zähne immer weiter zurück, bis der Zahn sich verschiebt, lockert und ausfällt.
Das Lockern und Ausfallen der Zähne kann auch begleitet sein von häufigen Knochenbrüchen. Die Patienten leiden zudem immer mehr unter einem "Buckel" (Rundrücken). Andere Patienten wiederum hungern krankhaft und leiden durch diese psychischen Erkrankung unter Zahnausfällen.
Kinder, die ihre Milchzähne verlieren, benötigen keine zahnärztliche Behandlung zur Schließung der Zahnlücke. Der bleibende Zahn kommt in der Regel von selbst durch das Zahnfleisch hindurch.
In allen anderen Fällen muss der Patient seinen Zahnarzt aufsuchen, wenn er lockere Zähne bemerkt oder ein Zahn ausgefallen ist. Leidet der Patient auch unter einer Zahnfleischentzündung und ist diese Entzündung Teil der Zahnerkrankung Parodontose, so muss diese behandelt werden, um das Ausfallen weiterer Zähne zu verhindern. Der Patient erhält meist zuerst eine professionelle Zahnreinigung, bei der alte Beläge an den Zähnen entfernt werden. Auch zu Hause muss der Patient konsequente Zahnreinigung betreiben und die Zähne u.a. mit Zahnseide reinigen. Je nachdem, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist, kann dies bereits ausreichend sein. In anderen Fällen kann eine Laserbehandlung oder eine Behandlung mit Ultraschall notwendig werden, bei der die Bakterien aus dem Zahnfleisch entfernt werden. In seltenen Fällen ist auch eine operative Therapie notwendig, bei der die Zahnfleischtasche aufgeschnitten und das Zahnfleisch darunter gereinigt wird.
Ist ein Zahn bereits ausgefallen, so muss die Lücke ersetzt werden, damit der Patient weiterhin kauen und sprechen kann. Der Arzt kann in diesem Fall ein Implantat in den Kieferknochen einsetzen und so die Lücke schließen. Statt eines Implantates können auch verschiedene Formen des Zahnersatzes die Lücke im Kiefer schließen.
Patienten, die neben dem Zahnausfall auch unter unerklärlichen Knochenbrüchen leiden, sollten neben dem Zahnarzt auch ihren Hausarzt aufsuchen. Dieser veranlasst dann ggfs. weitere Untersuchungen oder die Überweisung zu einem Facharzt. Patienten, die unter Osteoporose leiden, sollten kalziumhaltige Lebensmittel wie Joghurt, Milch, Brokkoli oder Vollkorngetreide zu sich nehmen, um die Knochen zu stärken. Meist verordnet der Arzt auch ein Vitamin-D-Präparat. Zusätzlich sollte der Patient sich viel an der frischen Luft aufhalten, da der Körper durch das Sonnenlicht ebenfalls Vitamin D produziert. Auch körperliche Bewegung kann dazu beitragen, den Knochenschwund aufzuhalten. Im Rahmen der Behandlung verordnet der Arzt auch Medikamente.
Patienten, die bewusst hungern und dadurch bereits Zähne verlieren, sollten sich in psychologische Behandlung begeben. Während einer ambulanten oder stationären Therapie erarbeiten die Patienten mit ihrem Therapeuten die Ursachen ihrer Krankheit. Die Gespräche finden im Rahmen von Einzelsitzungen oder Gruppengesprächen statt. Die Patienten lernen während der Therapie auch wieder das normale Essverhalten.
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