15. März 2010
Das Weinen kann ein Symptom einer Krankheit sein. Meist ist es jedoch eher "harmloser" Bestandteil einer traurigen Situation.
Wenn ein Mensch weint, laufen meistens Tränen aus den Augen und der Betroffene ist tieftraurig, entsetzt, erschrocken, verängstigt, hat große Schmerzen oder ist wütend. Babys weinen auch, wenn sie müde sind oder Hunger und Durst haben, wenn die Windel voll ist, ihnen warm ist usw. Kinder, die aus Trotz weinen, verlieren beim Weinen oftmals auch keine Tränen. Einige erwachsene Menschen weinen jedoch auch aus Freude.
Wenn Babys weinen, versuchen die Eltern immer herauszufinden, was das Baby möchte. Häufig ist dies schwierig und kann nur im Ausschlussverfahren herausgefunden werden. Wenn die Kinder größer werden und sprechen können, weinen sie meist, wenn sie sich verletzt haben.
Das Weinen kann jedoch auch auf eine Erkrankung hinweisen. Weint das Kind häufig grundlos und/oder sehr oft, kann das Kind schlecht ruhig sitzen und sich konzentrieren, ist aggressiv und hat auch als Baby sehr viel geschrien, so kann dies auf eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) hinweisen.
Menschen, die besonders lange und laut Weinen, ohne dies konkret beeinflussen zu können, können ebenfalls unter krankhaftem Weinen leiden.
Weinen kann auch in Verbindung mit einer depressiven Stimmung bei einer äußerst traurigen Person auftreten. Die Menschen ziehen sich immer weiter zurück und kapseln sich von ihrer Umwelt ab. Auch Selbstmord kann dann drohen, wenn keine Behandlung erfolgt.
Tritt das Weinen im Rahmen des normalen Lebens auf, so muss keine ärztliche Behandlung erfolgen. Kinder sollten immer getröstet werden, wenn sie weinen. Und auch einem Erwachsenen tut es gut, wenn er traurig ist und in den Arm genommen wird.
Vermuten die Eltern oder der Patient selbst jedoch eine Erkrankung hinter dem Weinen, so sollte ein Arzt aufgesucht werden. Je nach Alter des Patienten sind der Hausarzt und der Kinderarzt die ersten Ansprechpartner. Der Arzt untersucht den Patienten, tastet den Bauch ab, misst Blutdruck und Puls, hört das Herz ab und nimmt Blut ab. Auch eine neurologische Untersuchung kann notwendig werden.
Ein Kind, das unter ADHS leidet, muss nicht immer therapiert werden. Nur wenn das Kind darunter leidet, wird eine Therapie bei einem entsprechend ausgebildeten Psychotherapeuten durchgeführt. Dieser verordnet zusätzlich auch Medikamente. Auch Sport hilft den Kindern, ein weitgehend normales Leben zu führen.
Patienten, die unter einem krankhaften Weinen leiden, das besonders lange andauert und häufig sowie unkontrollierbar wiederkehrt, können unter einer neurologischen Erkrankung leiden. Um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern, erhalten die Patienten Physiotherapie, um sich möglichst lange normal bewegen zu können. Auch eine Sprach- und Schlucktherapie kann bei diesen Patienten notwendig werden. In schweren Fällen, in denen der Patient nicht mehr schlucken kann, kann auch eine künstliche Beatmung notwendig werden. Der Patient muss dann auch künstlich ernährt werden.
Depressive Patienten werden von einem Psychologen oder Psychotherapeuten behandelt. Dieser führt lange Gespräche mit dem Patienten entweder alleine oder zusammen in einer Gruppe. Zusätzlich erhalten viele Patienten auch Medikamente gegen ihre psychischen Erkrankungen (Antidepressiva).
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
04.04.12 | |
![]() | WEINEN |
01.04.12 | |
![]() | WEINEN |
30.03.12 | |
![]() | WEINEN |
16.03.12 | |
![]() | WEINEN |
14.03.12 | |
![]() | WEINEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Weinen Forum

