Kinder, die sich im Wachstum befinden, klagen häufig über Schmerzen, insbesondere in den Beinen. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Kinder in der Wachstumsphase mehrere Millimeter pro Tag wachsen.

Wachstumsschmerzen können auch noch in der Pubertät auftreten
Bei der Knochenentwicklung (Ossifikation) unterscheidet man zwei verschiedene Arten: die desmale Ossifikation und die chondrale Ossifikation. Bei der desmalen Ossifikation entwickelt sich der Knochen direkt aus dem embryonalen Bindegewebe. Dies ist bei der Bildung des Schädelknochens und des Schlüsselbeins der Fall. Bei den Röhrenknochen findet die Ossifikation über knorpelige (chondrale) Zwischenstufen statt. Diese Umbauzonen befinden sich in der so genannten Epiphysenfuge. Hier wird laufend Knochensubstanz angebaut, so dass der Knochen wächst. Nach Abschluss des Längenwachstums verknöchert die Epiphysenfuge.
Die genaue Ursache der Wachstumsschmerzen ist noch nicht geklärt. Vielfach wird sogar behauptet es gäbe keine Wachstumsschmerzen. Eine Theorie ist, dass beim Knochenwachstum die Knochenhaut (Periost) gedehnt und somit gereizt wird.
In jedem Fall ist die Diagnose Wachstumsschmerzen eine Ausschlussdiagnose. Das heißt, sie darf erst gestellt werden, wenn andere ernsthafte Erkrankungen wie beispielsweise Knochentumoren, Leukämien, kindliches Rheuma oder unbemerkte Knochenbrüche ausgeschlossen wurden.
Man vermutet, dass Knochen nachts am meisten wachsen, weil sie dort weniger Belastungen ausgesetzt sind. Das wäre ein Grund, warum Wachstumsschmerzen meist nachts auftreten. Typischerweise sind Kleinkinder betroffen, die Schmerzen können aber auch noch in der Pubertät auftreten. Hauptsächlich sind die langen Röhrenknochen betroffen. Der Schmerz ist nicht genau lokalisierbar und kann wandern. Die Schmerzen können von einigen Minuten bis zu mehreren Stunden dauern und klingen dann komplett ab.
Doch was hilft nun bei Wachstumsschmerzen? Wärme kann die Schmerzen lindern, z.B. in Form von warmen Wickeln, Auflagen oder warmen Bädern. Kurmäßig eignet sich auch eine Einnahme des Schüssler Salzes Nr. 2 Calcium phosphoricum.
Ganz besonders wichtig in dieser Phase ist jedoch Zuwendung. Schenken Sie Ihrem Kind Aufmerksamkeit, indem Sie zum Beispiel die betroffenen Körperstellen sanft massieren. Hierfür eignet sich ein fettes Johanniskrautöl in Verbindung mit ätherischen Ölen (z.B. Lavendel).
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15.04.13 | |
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