15. Februar 2010
Von Viola Reinhardt
Verspannungen, Ischias oder auch ein Hexenschuss - diese und weitere schmerzhafte Beschwerden im Rückenbereich treten oftmals bei Kälte verstärkt auf und belasten den Alltag mit deutlichen Beeinträchtigungen. Lesen Sie bei uns die am häufigsten betroffenen Teilbereiche am Rücken und welche SOS-Maßnahmen eine deutliche Linderung bringen können.
Das Iliosakralgelenk befindet sich oberhalb des Steißbeins und lässt unter anderem bei einer Schiefstellung der Hüfte einen heftigen Schmerz ins Kreuz fahren. Im akuten Zustand bewährt sich immer wieder die sogenannte Stufenlage, die aufgrund einer Dehnung und einer Entlastung des Iliosakralgelenks eine Linderung der Beschwerden ermöglicht. Für diese Stufenlage sollten Sie sich eine Decke auf den Boden und die Unterschenkel samt den Füßen auf die Sitzfläche eines Stuhles oder Hockers legen. Zusätzlich helfen aufgrund einer Wärmeentwicklung "ABC-Pflaster" mit dem Wirkstoff Capsaicin dabei die Schmerzen zu lindern.
Ein weiterer sehr stark strapazierter Teil des Rückens ist der Lendenbereich. Stundenlanges Sitzen oder ein oft wiederholtes schweres Tragen und Bücken sind hier sehr häufig die Auslöser für die Schmerzen. Ein sanftes und recht wirkungsvolles Gegenmittel ist ein Vollbad im 36-38 Grad warmen Wasser mit dem Zusatz des Meersalzes oder alternativ ein Kilo Kochsalz. Nach dem maximal 20-minütigen Bad sollte man das Salz auf der Haut trocknen lassen und sich möglichst eine Stunde zugedeckt ausruhen. Anschließend empfiehlt es sich jedoch das Salz lauwarm abzuduschen und bei starken Beschwerden ebenfalls ein Wärmepflaster über Nacht auf die schmerzende Körperpartie zu kleben.
Schmerzende Muskeln am oberen Rücken können gleich durch mehrere Gegenmaßnahmen eine Erleichterung finden. So lassen sich Verspannungen und Muskelverhärtungen durch hoch dosierte Schmerzsalben auf der Basis von Pflanzen (u.a. "Traumaplant") oder auch Wärmepflaster sehr effektiv lindern. Massagen und warme Bäder, sowie Fangopackungen beschleunigen zudem die Entspannung und das Nachlassen der Entzündungen. Regelmäßige Bewegungen und eine Konzentration auf eine gerade Körperhaltung unterstützen zudem das Lösen der schmerzhaften und einschränkenden Verspannungen am Rücken.
Gleiches gilt auch für den letzten und ebenfalls vielfach betroffenen Bereich des Nackens. Ein HWS-Syndrom (Hals-Wirbel-Säulen Syndrom) ist recht schmerzhaft und lässt oftmals weder den Kopf richtig drehen noch beugen und zieht auch den Schulterbereich stark in Mitleidenschaft. Gymnastik, Massagen, Fangopackungen, warme Bäder, schmerzstillende Salben und lockernde Bewegungen lindern die Beschwerden ebenso als auch das Anbringen von Wärmepflaster oder das Auflegen von Dinkelkissen.
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