22. November 2011
Scham wird von den meisten Menschen als negativ empfunden. Sie hat jedoch auch ihre guten Seiten.
Als Scham bezeichnet man ein Gefühl der Peinlichkeit, das vor allem entsteht, wenn die Intimsphäre berührt wird oder man erkennt, dass man etwas falsch gemacht oder unmoralisches getan hat. Obwohl Schamgefühle meist negativ bewertet werden, haben sie auch positive Aspekte.
Schamgefühle entstehen aus den verschiedensten Gründen. Daher unterscheidet man zwischen unterschiedlichen Formen von Scham wie Körperscham, sexueller Scham, sozialer Scham oder moralischer Scham. Fast jeder Mensch empfindet im Laufe seines Lebens Schamgefühle. Dazu gehören vor allem die Körperscham, die bei Nacktheit vor anderen Menschen entsteht, und die sexuelle Scham, die bei der Entblößung von intimen Körperstellen wie den Genitalien oder dem Gesäß empfunden wird. Viele Menschen schämen sich auch, weil sie übergewichtig sind oder nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen. Soziale Scham wird empfunden, wenn man arm oder schwach ist. Zu Gewissensscham kommt es zum Beispiel, wenn man zu der Ansicht gelangt, dass man einem anderen Menschen Unrecht zugefügt hat.
Die meisten Menschen bemühen sich darum, ihre Intimsphäre vor Fremden zu verbergen. Dazu gehören vor allem Nacktheit, sexuelle Beziehungen, persönliche Anschauungen oder Empfindungen, Krankheiten sowie bestimmte körperliche oder seelische Merkmale. Werden solche intimen Dinge jedoch bloßgestellt, kommt es zu einem Gefühl der Scham, was man natürlich als negativ empfindet. In der Geschichte der Menschheit machte man sich Schamgefühle schon oft gezielt zunutze, um andere Menschen zu demütigen. Deshalb werden Schamgefühle eher negativ beurteilt, da sie eigene Schwächen und Makel offen legen, wobei es sich natürlich um einen schmerzlichen Prozess handelt.
Scham ist jedoch nicht durchweg negativ, sondern hat auch positive Seiten. So gehört Scham zu den wichtigsten menschlichen Emotionen, da sie dafür sorgt, dass man seinen Körper und sein Gefühlsleben schützt. Sie trägt dazu bei, dass man sich gut überlegt, wem man etwas Intimes anvertraut und wem nicht. Schamgefühle helfen auch dabei aufzuzeigen, dass man sich im Unrecht befindet oder jemanden verletzt hat. So ist Scham auch eine Erfahrung, die dabei hilft, es in Zukunft besser zu machen und die eigenen Grenzen zu schützen. Ebenso kann Scham als Ansporn zu mehr Leistung und Weiterentwicklung dienen. Außerdem tragen Schamgefühle dazu bei, dass man sich Selbst bewusster erlebt, wodurch man sich näher ist.
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