Mit der eigenen Libido umgehen lernen und Gründe und Ursachen für eine verminderte Libido

Junges Paar im Bett, sie sitzen abweisend Rücken an Rücken und reden nicht miteinander

Wie und wann sich das sexuelle Interesse entwickelt und wodurch dieser Vorgang beeinflusst wird - Körperliche und seelische Beschwerden als Grund für Libidostörungen

Als Libido bezeichnet man das von Menschen empfundene sexuelle Verlangen. Bis ein junger Mensch lernt, mit seiner Libido umzugehen, kann es einige Zeit dauern. Aus verschiedenen Gründen kann es zu einer verminderten Libido kommen.

Mit der eigenen Libido umgehen lernen

Unter der Libido versteht man die sexuelle Triebkraft bzw. das sexuelle Verlangen eines Menschen. In der heutigen Gesellschaft wird es als selbstverständlich angesehen, dass Lust auf Sex und Liebe stets vorhanden ist.

Vor allem in den Unterhaltungsmedien setzt man in den unterschiedlichsten Stoffen auf Zweisamkeit. Darüber hinaus wird Sex als die schönste Nebensache der Welt propagiert. Junge Menschen müssen jedoch meist erst den Umgang mit ihrem Geschlechtstrieb lernen.

Sexuelles Interesse entwickelt sich

Der aus dem Lateinischen stammende Begriff "Libido" bedeutet soviel wie Trieb, Begierde oder Wollust. Die Libido gilt als Antrieb von sexuellen Aktivitäten. Für Menschen, die über eine hohe Triebhaftigkeit verfügen, ist Sex von großer Bedeutung.

Bemerkbar macht sich die Libido durch

Ausprägungsformen

Allerdings kann die Libido von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. In den meisten Fällen ist sie bei Männern stärker als bei Frauen. Mitunter ist es aber auch durchaus umgekehrt.

Beim männlichen Geschlecht erreicht die Libido um das 20. Lebensjahr ihren Höhepunkt, bei Frauen hingegen erst im Alter von etwa 30 Jahren.

Physische und psychische Faktoren

Wie stark sich die Libido ausprägt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Dazu gehören vor allem physische Faktoren wie das Sexualhormon Testosteron.

Doch auch psychische Faktoren sind von Bedeutung. Ist man daran gewöhnt, sexuelle Anregungen in seiner Nähe zu bemerken, nimmt auch der Drang nach Sex zu.

Individuelle Erfahrungen

Eine wichtige Rolle für die Libido spielen individuelle Erfahrungen. Fallen diese positiv aus, wächst der Wunsch nach weiteren sexuellen Aktivitäten. Ist jedoch das Gegenteil der Fall, wird der Wunsch nach Sex vermindert.

Eine mangelnde Libido muss nicht unbedingt ein Problem sein, solange die betroffene Person nicht darunter leidet. Manchmal können aber auch gesundheitliche Probleme die Ursache für sexuelle Unlust sein.

Fazit

Um mit der eigenen Libido umgehen zu können, ist meist etwas Zeit und Geduld erforderlich. So ist es wichtig, dass man die richtige Mischung aus

  • seiner Lust
  • seinen inneren Werten und
  • den Gedanken an eine Beziehung mit einem Partner

findet.

Sexuelle Lustlosigkeit bei Männern und Frauen

Sexuelle Lustlosigkeit tritt sowohl bei Männern als auch bei Frauen auf. Bei Frauen ist dann meist von Frigidität die Rede. Vor allem Männer leiden unter einer verminderten Libido, da sie sexuelle Potenz oft als Zeichen ihrer Männlichkeit betrachten.

Bei jedem Menschen treten hin und wieder Phasen von sexueller Unlust auf, was nicht ungewöhnlich ist. Lässt jedoch die Selbstzufriedenheit nach und kommt es wegen der mangelnden Libido zu Konflikten mit dem Partner, kann sie zum Problem werden.

In Deutschland sind schätzungsweise 15 Prozent aller Männer von sexueller Unlust betroffen.

Häufig ist sie altersbedingt, denn mit zunehmendem Lebensalter steigt auch der Lustmangel. So klagen mehr als 50 Prozent aller Männer über 75 Jahre über eine verminderte Libido.

Körperliche Ursachen

Für eine Verminderung der Libido kommen sowohl physische als auch psychische Ursachen infrage. Zu den häufigsten körperlichen Gründen gehört Testosteronmangel, der meist durch ein höheres Lebensalter oder Hormonstörungen hervorgerufen wird.

Als Testosteron bezeichnet man ein wichtiges Sexualhormon. Dieses kommt sowohl bei Männern als auch bei Frauen vor, ist bei Männern jedoch wesentlich stärker vorhanden.

Kann das Hormon nicht mehr ausreichend vom Körper hergestellt werden, führt dies häufig zu Störungen der Libido. Behandeln lässt sich Testosteronmangel durch eine Langzeittherapie, bei der man den Betroffenen das Hormon von außen zuführt. So wird alle 3 bis 4 Wochen eine Testosteronspritze verabreicht.

Als Alternative lässt sich das Testosteron auch als Gel auftragen.

Es gibt aber noch weitere physische Ursachen, die zu einer verminderten Libido führen können. Dazu gehören vor allem:

Ebenso können der Missbrauch von Alkohol und Drogen sowie die Einnahme von bestimmten Arzneimitteln zu einer Störung der Libido führen.

Seelische Ursachen

In vielen Fällen hat die mangelnde Lust jedoch seelische Ursachen wie zum Beispiel:

Aber auch Missbrauchserfahrungen oder psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Psychosen sind oft der Grund für eine verminderte Libido.

Grundinformationen und Hinweise zur Libido

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: failed romance © pressmaster - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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