Schön Schwanger mit dem richtigen Sport und der passenden Pflege und Styling

Schwangere Frau liegt auf Rücken, hält Ultraschallbild in Händen

Das perfekte Make-up und Styling in der Schwangerschaft und die richtige Pflege für Haut und Haar sowie das optimale Trainingsprogramm

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  • von Paradisi-Redaktion

Auch wenn die allererste Schwangerschaft ein Highlight im Leben einer Frau darstellt, zeigt sich jedoch ebenfalls bei jeder folgenden, dass diese immer wieder etwas ganz Besonderes ist. Eine Pflege des Körpers ist in jeder Schwangerschaft ebenso wichtig wie ein regelmäßiges sanftes Sporttreiben. Welche Sportarten in einer Schwangerschaft erlaubt sind und welche Pflege des Körpers unter anderem Dehnungsstreifen vorbeugen kann, können Sie nun im Folgenden erfahren. Bei vielen schwangeren Frauen fängt der Babybauch im vierten und fünften Schwangerschaftsmonat deutlich an zu wachsen. Wie man sich jetzt richtig stylt und welches Make-up eventuelle Pigmentflecken überdecken kann, lesen Sie ebenfalls hier.

Optimales Styling in der Schwangerschaft

Schwangerschaft wirkt häufig zunächst nur wie eine Gewichtszunahme

Wann der Bauch zu wachsen beginnt, ist bei jeder Frau verschieden. Spätestens im vierten oder fünften Monat der Schwangerschaft wölbt sich der Bauch jedoch leicht nach vorne. Meist ist es in den ersten Schwangerschaftsmonaten jedoch so, dass der Bauch nicht unbedingt als Babybauch zu identifizieren ist.

Zuerst verschwindet nämlich meist die Hüfte, so dass es den Anschein hat, dass die werdende Mutter ihre zugenommenen Kilos nur in diesem Bereich ansetzt. Doch keine Angst, dies gibt sich bald wieder.

Rundungen kaschieren

Genau in dieser Zeit sollte man auf ein perfektes Styling achten, wenn man die Rundungen um die Hüfte kaschieren möchte. Weitere Oberteile, die über die Hüften gehen, lassen die zugenommenen Kilos schnell verschwinden.

Außerdem macht es den meisten Schwangeren nun auch Spaß, Umstandskleidung zu kaufen. Diese gibt es von vielen - auch namhaften - Herstellern, so dass die Auswahl groß ist.

Das richtige Make-up

Eine schwangere Frau braucht sich meist gar nicht großartig zu schminken, Haut und Haare sehen auch so toll aus. Trotzdem dürfen natürlich auch in der Schwangerschaft Mund und Augen geschminkt und dadurch betont werden.

Gerade wenn Übelkeit und Kreislaufbeschwerden die letzten Wochen der Schwangerschaft bestimmt haben, so tut es dem Ego der Schwangeren ab dem vierten Monat äußerst gut, wenn sie wieder die Muße hat, auf ihr Äußeres zu achten und sich schick zu machen.

Die richtige Hautpflege

Die Schwangerschaft bewirkt bei vielen Frauen, dass ihre Haut praller ist und sie dadurch weniger Fältchen haben. Gleichzeitig entwickeln sich aber in der Schwangerschaft auch zusätzliche Sommersprossen und schon vorhandene Pigmentflecken färben sich dunkler.

Wer dazu neigt, der sollte die Sonne möglichst meiden und zusätzlich eine Gesichtscreme mit Sonnenschutz verwenden.

Wer im vierten und fünften Schwangerschaftsmonat zu Hautunreinheiten neigt, der sollte zusätzlich entsprechende Produkte verwenden, um die vermehrte Talgproduktion auszugleichen.

Dehnungsstreifen vorbeugen

Je nach Veranlagung des Bindegewebes besteht mal mehr, mal weniger das Risiko, dass die Haut durch Dehnungsstreifen "reißt", etwa an:

Gänzlich vermeiden lassen kann man diese zwar nicht, denn die Genetik spielt hierbei eine wichtige Rolle - allerdings lässt sich mit einer langsamen Gewichtszunahme und einer entsprechenden Pflege durchaus den bleibenden Streifen vorbeugen.

Bezüglich der Pflege lohnt es sich ein gutes Massageöl zu kaufen und täglich die Haut sanft damit zu massieren. Zupfmassagen am Bauch, Hüfte und Schenkel unterstützen die präventiven Maßnahmen gegen die Schwangerschaftsstreifen.

In den meisten Fällen zeigt sich mit dem Beginn der Schwangerschaft, dass sich die Haut von ihrer schönen und rosigen Seite zeigt, da hormonelle Umschwünge hier eifrig am Werk sind und somit das strahlende Antlitz einer werdenden Mama zutage befördert.

Ernährung und Hautschutz

Aufgrund eben dieser Hormonaktivität kann es jedoch vorkommen, dass man als Schwangere Pigmentflecken im Gesicht bekommt. Diesen kann man vorbeugen, in dem bei der täglichen Pflege eine gute Tagescreme und bei Aufenthalten im Freien eine Sonnencreme mit sehr hohem Lichtschutzfaktor zum Einsatz bringt.

Sich mit vielen frischen Lebensmitteln ausgewogen und vitalstoffreich zu ernähren und dafür zu sorgen, dass genügend Flüssigkeit aufgenommen und ausreichend geschlafen wird, lässt eine Schwangerschaft zu einer rundum gesunden und entspannten Zeit werden, die zudem noch Kraft für die bevorstehende Geburt und die ersten Monate mit dem Baby gibt.

Die richtige Haarpflege

In der Schwangerschaft haben die wenigsten Frauen Probleme mit ihren Haaren. Gegen die trockenen Haarspritzen sollte jedoch ein mildes Shampoo benutzt werden.

Östrogen lässt Haare voller und glänzender werden

Die Schwangerschaft führt bei den meisten Frauen dazu, dass sie rundum zufrieden mit ihren Haaren sind. Die Haare werden voller und fester, sie fallen kaum mehr aus.

Der Grund dafür ist das Schwangerschaftshormon Östrogen. Egal welche Haarstruktur eine Frau vor der Schwangerschaft hatte, in der Schwangerschaft sind die meisten Frauen sehr zufrieden mit ihren Haaren. Nur wenige Frauen bemerken, dass sie in der Schwangerschaft fettige Haare bekommen.

Trockene Spitzen pflegen

In der Schwangerschaft fallen viel weniger Haare aus, als dies sonst der Fall ist. Außerdem wachsen die Haare bei den meisten Schwangeren auch schneller. Beides führt jedoch dazu, dass die Haarspitzen sehr trocken sein können.

Gerade Frauen, die täglich ihre Haare waschen, sollten in der Schwangerschaft ein ganz mildes Shampoo verwenden und die Haarspitzen zusätzlich pflegen. Dazu eignen sich spezielle Haarspitzenfluids oder auch Haarkuren für das gesamte Haar.

Vorsicht bei Haarfärbung und Dauerwelle

Frauen, die sich ihre Haare regelmäßig färben oder sich eine Dauerwellen machen lassen, sollten beides nicht unbedingt in der Schwangerschaft tun. Auch wenn es noch nicht erwiesen ist, dass die Inhaltsstoffe dem ungeborenen Baby schaden, so muss man doch nichts riskieren.

Wer unbedingt eine andere Haarfarbe möchte, kann in der Schwangerschaft auch farbigen Haarschaum oder Farbshampoos verwenden, diese sind unbedenklich.

Alternativ kann man auch Haarfärbungen auf natürlicher Basis verwenden. Diese sind inzwischen in jedem großen Drogeriemarkt oder Reformhaus erhältlich und sind ebenso unbedenklich für das Baby wie Schaum und Shampoo.

Und wer sein Haar lockig haben möchte, der kann die Locken nach dem Trocknen der Haare auch mit einem Lockenstab zaubern.

Haarausfall nach der Geburt

Leider bleiben die Haare nach der Geburt nicht so, wie sie in der Schwangerschaft waren. Durch die Hormonveränderung fallen die Haare bei den meisten Frauen zeitweise büschelweise aus.

Alle Haare, die in der Schwangerschaft nicht ausgefallen sind, liegen in den Wochen nach der Geburt auf dem Kopfkissen oder bleiben in der Haarbürste hängen. Dies ist jedoch ein normaler Vorgang und reguliert sich von selbst nach einiger Zeit wieder.

Der ideale Trainingsplan während der Schwangerschaft

Der Sport erhält Leib und Seele gesund. Zwei bis drei Mal pro Woche ausgeführt, beugt er körperlichen Beschwerden vor, erhöht die Fitness und damit auch das Wohlbefinden. Gerade schwangere Frauen vermeiden aber häufiger ein solides Training, um sich und dem Baby nicht zu schaden.

Auch für Schwangere sinnvoll

Gerade darin liegt indes ein Fehler. Natürlich könnten falsch absolvierte Übungen zu einer Schwächung der eigenen Befindlichkeiten führen. Wird das Training aber ebenso schonend wie sorgfältig durchgeführt, kann sich vor der Geburt ein positiver Effekt für die werdende Mutter einstellen.

Mehr noch, auch das ungeborene Kind profitiert davon. Untersuchungen haben ergeben, dass der Ruhepuls des Babys immer dann ansteigt, wenn die Schwangere leichte sportliche Tätigkeiten ausübt.

Daraus wiederum kann eine Verbesserung des Herz-Kreislaufsystems beim Baby einhergehen.

Der optimale Trainingsplan

Besonders als Anfängerin sollte man sich nicht überfordern und anfänglich ein bis zwei Mal in der Woche je zwanzig Minuten sein Training absolvieren. Hat sich die Kondition etwas aufgebaut, kann man folglich bis zu dreimal in der Woche zwischen 30 und 34 Minuten Sport treiben.

Darauf zu achten, dass der Puls bei maximal 130 Schlägen je Minute liegt, vermeidet Überanstrengungen und solange man sich beim Trainieren noch ohne Schwierigkeiten unterhalten kann, liegt man bestens im grünen und somit im gesunden Bereich.

Verzichten sollte man jedoch unabhängig dessen, ob man schon lange oder erst seit kurzem Sport treibt, auf Sportarten, die eine Sturzgefahr (Reiten, alpines Skifahren u.ä.) oder starke körperliche Erschütterungen in sich bergen können.

Allerdings: Erst in Maßen ist ein solches Programm empfehlenswert. Wer dagegen mit falschem Ehrgeiz agiert, riskiert tatsächlich gesundheitliche Schäden bei sich und dem noch im Leib befindlichen Kind.

Geeignete Sportarten während der Schwangerschaft

Grundsätzlich kann man als Schwangere fast jede Sportart betreiben, sofern es sich nicht um eine Risikoschwangerschaft handelt. Gerade als sporterfahrene werdende Mama lässt sich die Lieblingssportart zumeist problemlos durchführen, wie etwa:

Beginnt man erst mit sportlichen Aktivitäten, sollte man jedoch zunächst den Gynäkologen fragen, ob irgendwelche Gegenanzeigen bestehen und vor allem langsam mit dem Training starten.

Sanfte Gymnastik

Sanfte Bewegung durch Gymnastik, leichtes Yoga, Tai Chi oder auch eine Schwangerschaftsgymnastik sind hinsichtlich der bevorstehenden Geburt sehr gut zur Vorbereitung geeignet, da man hierbei gezielt atmen und vor allem zusätzlich den Beckenbodenmuskel entspannen kann.

Auch mit einer sanften Form der Aqua-Gymnastik lässt sich ohne große Belastungen viel für die Fitness und zeitgleich die Figur tun, da das Gewicht der Schwangerschaft weitaus weniger spürbar wird als auf dem Trockenen.

Empfehlenswerte Ausdauersportarten

Doch wie genau hält sich eine Frau eigentlich fit, die sich in glücklichen Umständen befindet? Ratsam ist es zunächst, sich eher auf die Verbesserung der organischen Tätigkeiten zu konzentrieren.

Diese werden insbesondere trainiert beim:

  • Laufen
  • Joggen
  • Schwimmen
  • Radfahren

Hierbei tritt die Stärkung der Muskeln als Nebeneffekt ein – der Kreislauf, das Herz und die Lungen arbeiten aber optimal.

Idealerweise kann eine Mischung aus den genannten Programmen sogar dazu führen, dass eine umfassende Belastung des Körpers einsetzt und somit tatsächlich vom Fuß bis zum Kopf alle relevanten Bereiche gekräftigt werden.

Bestehen die entsprechenden Möglichkeiten, sollte jede der genannten Sportarten einmal wöchentlich mit leichter Intensität auf dem Plan stehen.

Kraftsportarten in Maßen

Allerdings ist es unter Frauen keine Seltenheit mehr, den Körper zu kräftigen und den einzelnen Muskelpartien zu mehr Volumen zu verhelfen. Diese Form des Trainings kann sogar zum Beginn der Schwangerschaft ausgeführt werden.

Allerdings ist darauf zu achten, dass die Anspannung der Muskeln mit zunehmender Dauer reduziert wird. Gerade die konstante Belastung des Bauchs ist zu vermeiden.

Achtung ab der 20. SSW

Bis in die 20. Woche der Schwangerschaft hinein darf zwar wie gewohnt trainiert werden. Danach beginnt indes die Phase, in der insbesondere auf Crunches und ähnliche Übungen verzichtet wird. Empfehlenswerter ist es daher, möglichst ganzheitliche Programme durchzuführen, die zudem nicht das ganze Leistungspotenzial des Körpers ausschöpfen, sondern eher mild einwirken.

Die Stärkung der Muskulatur

Je nach Beruf oder sportlichem Ziel ist es aber nicht jeder Schwangeren möglich, die Kräftigung der Arme oder Beine gänzlich zu vernachlässigen. Gelingt das mit den bisher bekannten Übungen nicht, sollte auf alternative Formen der Fitness zurückgegriffen werden.

Nennenswert wären insbesondere Yoga oder Pilates, die sich ebenso der Ausdauer wie auch der Stärkung annehmen. Hierbei mag es zwar nur schwer möglich sein, einzelne Muskelstränge zu definieren.

Die Phasen des Bodybuildings dürfen während der Schwangerschaft bei allem Ehrgeiz dann aber doch ein wenig vernachlässigt werden. Wichtig ist es, die Fitness und das Wohlbefinden optimal abzustimmen, ohne dabei allzu ambitionierte Ziele anzustreben und die eigenen Grenzen zu überschreiten.

Die perfekte Planung

Ohnehin erlaubt der Körper meist nur ein gewisses Pensum an sportlichen Übungen. Sollte nach fünf Monaten ein allzu kräftiges Pressen der Muskeln unterbleiben, so es es zudem ratsam, nach etwa sechs bis sieben Monaten gänzlich mit dem Training aufzuhören.

Die letzten Wochen der Schwangerschaft gehören einerseits der Mutter und dem werdenden Kind – hier dürfen keine Risiken mehr eingegangen werden, die den reibungslosen Ablauf der Geburt erschweren könnten. Andererseits dürfte die Gewichtszunahme in den letzten beiden Monaten vor der Entbindung ohnehin nur schwerlich ein solides Sportprogramm ermöglichen.

Hier wäre kein Nutzen mehr darin zu sehen, sich dennoch an den Übungen zu versuchen. Wer aber den Drang nach Bewegung verspürt, darf leichte Spaziergänge einlegen, kurze Runden mit dem Rad fahren oder schwimmen.

Individuelle Grenzen beachten

Der Umfang des Trainings sollte stets nach Befinden und Stärke der Betroffenen gewählt werden. Gerade in den ersten Wochen der Schwangerschaft darf durchaus an jedem Tag trainiert werden.

Je näher die Entbindung aber kommt, desto häufiger sind Pausen einzulegen und entsprechende Reduzierungen des Umfangs vorzunehmen. In jenen Phasen reicht es aus, jeden zweiten bis dritten Tag in geringer Intensität zu agieren.

Die eigenen Grenzen dürfen dabei aber in keinem Fall überschritten werden. Wer sich müde, kraftlos oder unmotiviert fühlt, sollte diese Signale des Körpers beachten und lieber einmal etwas Zeit für Entspannung und Müßiggang einplanen.

Denn am Ende der neun Monate steht nicht die Fitness der Schwangeren im Vordergrund, sondern einzig die Geburt des Kindes und die Gesundheit der Mutter.

Grundinformationen und Hinweise zur Schwangerschaft

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: schwangere frau mit ultraschall fotos © Hannes Eichinger - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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