30. Oktober 2007
Der Beckenboden ist eine Muskelplatte zwischen Scham- und Steißbein und entlastet den Rücken. Ein effektives und gesundheitsförderndes Beckenbodentraining muss unter fachkundiger Anleitung erlernt werden. Kurse bieten Krankengymnastinnen, Hebammen oder Gesundheitszentren an. Dort lernen Frauen, die richtigen Muskeln bei Belastungs- oder Stressinkontinenz, bei Hämorrhoiden oder zur Vorbereitung z.B. auf eine Geburt, zu trainieren.

Der Rücken wird entlastet und die Körperhaltung verbessert sich. Eine deutliche positive Wirkung bei regelmäßiger Beckenbodengymnastik erzielt man nach ungefähr einem halben Jahr.
Die Beckenbodenmuskeln liegen auf der Innenseite des Beckens. Sie umschließen Harnröhre, Scheide und Darmöffnung und kontrollieren zusammen mit den Schließmuskeln die Öffnungen. Sie sorgen auch für die richtige Position der Harnröhre. Sind diese Muskeln durch ein untrainiertes Bindegewebe oder Übergewicht zu schlaff, kann die Harnröhre bei Anstrengung wie Husten, Niesen, schweres Heben sinken und es kommt zum unkontrollierten Harnverlust. Geschwächte Muskeln können das Absinken der Harnröhre nicht verhindern. Diese Muskeln können Sie gezielt trainieren und damit stärken.
Ein gut trainierter Beckenboden stellt eine enorme Kraft- und Energiequelle dar. Die Übungen erfordern viel Konzentration, die Muskeln müssen erspürt werden. Die Schließmuskel werden in einer Übung zusammengekniffen, als wollte man den Harnstrahl anhalten. Wenn man die richtigen Muskeln zusammengezogen hat, spürt man eine leichte Hebung der Muskeln nach oben und innen unter dem Becken. Andere Körperteile (Po, Bauch, Innenseiten der Unterschenkel) und deren Muskeln sollten dabei nicht bewegt werden.
Die Übungen können an fast jedem Ort zu jeder Zeit durchgeführt werden. Die Harnblase sollte dabei leer sein. Das Training soll auch die Wahrnehmung für den Beckenboden schulen, und das erlernt man am besten bei einer Fachkraft, die zudem noch Korrekturen an der Ausführung der Übungen vornimmt. Das Training ist effizient, hat keine Nebenwirkungen und dauert täglich nicht länger als eine Viertelstunde. Leistungssport ist ausgeprägtes Beckenbodentraining nicht möglich. Im Idealfall unterstützt man die Beckenbodengymnastik durch sportliche Aktivitäten des gesamten Körpers.
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17.12.11 | |
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