Maronen

Esskastanien als Füllung von Fleischgerichten oder geröstet an kalten Tagen

Die Edelkastanien erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit. Vor allem an kalten Wintertagen werden Maronen gerne auf Weihnachtsmärkten angeboten. Doch auch als Füllung oder Beilage für Gans, Ente und Co. finden die Maronen häufig Verwendung. Zu Mehl verarbeitet, kann aus den Kastanien auch Brot oder Kuchen gebacken werden.

Maronen, Esskastanien in Schale
chestnut © Dusan Zidar - www.fotolia.de

Als Maronen werden die essbaren Früchte der Edelkastanie bezeichnet. Die Verwechselungsgefahr mit der herkömmlichen Kastanie liegt hier sehr hoch, da optisch zwischen Maronen und Kastanien nur geringe optische Unterschiede bestehen. Doch die Folgen der Verwechslung sind nicht gravierend, da die Kastanie lediglich ungenießbar, aber nicht giftig ist.

Merkmale und Verbreitung

Wachsen gerade Früchte am Baum, so kann man die Edelkastanie sehr gut von der herkömmlichen Kastanie unterscheiden. Die Fruchtbecher - auch Cupula genannt - sind größer als bei den herkömmlichen Kastanien und auffallend stachelig. Zudem enthält ein Fruchtbecher nicht nur eine, sondern bis zu drei Nüsse.

Die Nüsse selbst dagegen sind glänzend braun wie die Kastanie, und ihr auch in der Größe ähnlich. Sobald die Nüsse reif werden, trocknet der Fruchtbecher aus und verliert seine grüne Farbe. Er wird dann bräunlich und spröde bis er aufplatzt, und die Maronen zu Boden fallen.

Die Bestände werden durch Nager wie Eichhörnchen und Siebenschläfer, aber auch durch Krähen und andere größere Vogelarten verbreitet. Viele Tiere legen Winterdepots an. Die vergessenen Früchte keimen dann im Frühjahr. Bis eine Esskastanie Früchte trägt, dauert es in der Regel zwischen 25 und 30 Jahren.

Zubereitung und Gesundheitswert

Maronen werden heute als Delikatesse gehandelt und sind daher meist nur in Feinkostgeschäften erhältlich. In der Winterzeit werden heiße Maronen auch auf Weihnachtsmärkten angeboten. Sie werden in der Schale geröstet und erhitzt. Vor dem Verzehr muss die Schale jedoch entfernt werden.

Die Marone eignet sich hervorragend als Lagerfrucht, da sie auch gegen mittlere Feuchtigkeit recht beständig ist. So wurde sie früher, als der Bestand noch weiter verbreitet war, in vielen Kellern eingelagert. Die nahrhaften und kalorienreichen Früchte dienten früher als Lieferant von Vitaminen und Mineralstoffen, die im Winter nur durch wenige Lebensmittel zu erzielen waren. Zu den Inhaltsstoffen zählen

Mit der zunehmenden Industrialisierung und gestiegenen Importmöglichkeiten ging die Bedeutung der Marone als wichtiges Nahrungsmittel jedoch schrittweise zurück.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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