28. Dezember 2009
Von Viola Reinhardt
Die Heiligen Drei Könige schenkten dem neugeborenen Heiland Weihrauch und Myrrhe, das Wissen um die heilsame Kraft des Granatapfels ist älter als der Felsendom in Jerusalem und Narde salbte die Könige. Heute sind diese Gewürze und Kräuter ein wieder entdecktes Feld im Bereich der alternativen Heilmethoden und entfalten auch nach Jahrhunderten und Jahrtausenden ihre unübertroffene gesunde Kraft.
Narde oder präziser gesagt das ätherische Nardenöl war einst aufgrund seines Wertes nur für hohe Eingeweihte, Könige und Priester als Salböl bestimmt. Die Bibel erzählt davon, dass Maria Magdalena mit diesem Öl die Füße von Jesus gesalbt hat. Als Hauptinhaltsstoff findet sich im Nardenöl Sesquiterpene, das mit vielen weiteren gesunden Bestandteilen die Durchblutung fördert, die Muskulatur sanft entspannt, das Herz-Kreislauf-System stärkt und insgesamt dazu verhilft sich zu zentrieren und die eigene Mitte leichter zu finden.
Besonders bei Menstruationsbeschwerden und Bauchkrämpfen erweist sich der Syrische Oregano als wundersames Hilfsmittel, um sich wieder besser zu fühlen. Das Wildkraut kann hervorragend in zahlreiche Speisen mit eingearbeitet oder als Tee getrunken werden und bewirkt, dass die Verdauungswege sich ebenso entkrampfen als auch der Unterleib. Für die positiven Wirkungen ist unter anderem der Inhaltsstoff Thymochinon verantwortlich, der sich wiederum auch sehr gut auf die Atemwege auswirkt.
Wunden und Entzündungen am Zahnfleisch lassen sich mit der Myrrhe lindern. Myrrhe selbst ist ein Gummiharz, das aus dem Myrrhestrauch entstammt. Empfohlen wird das ätherische Öl der Myrrhe zur Wunddesinfektion und zur unterstützenden Behandlung von verschiedenen Hauterkrankungen. So wirkt das ätherische Öl zum Beispiel pilz- und entzündungshemmend, sowie anregend zur Bildung neuen Gewebes.
Weihrauch kennen die meisten Menschen entweder von dem Besuch in der Kirche oder als kräftig duftende Pflanze im Garten und auf der Terrasse oder Balkon. Aus gesundheitlicher Sicht betrachtet wirkt der Weihrauch sehr gut bei unterschiedlichen Schmerzen. Der fast magisch anmutende Weihrauch ist aus dem Harz eines Baumes, der unscheinbarer nicht aussehen könnte. Der Wirkstoff Boswelliasäure erweist sich nicht nur als Aktivator der Wohlfühlrezeptoren im Gehirn, sondern lindert zudem auch Depressionen, Ängste, rheumatische Beschwerden oder auch bestimmte Autoimmunerkrankungen, wobei zeitgleich die Eigenschaften der Entzündungshemmung und des Schmerzstillens ihr übriges für die Gesundheit des Menschen bewirken.
Ein hervorragendes Therapeutikum für die Haut und die Haare ist die Zyperblume (Henna). Als eines der ältesten Kosmetika der Welt, kann man mit ihr Haarausfall behandeln und einem spröden, stumpfen Haar wieder zu einem neuen Glanz verhelfen. Ein gefilterter Sud aus den Blättern der Pflanze leistet eine gute Unterstützung bei Nervosität, Magenschmerzen, Erkältungen oder Rheuma. Ergänzend lässt sich mit Henna eine starke Schweißbildung eingrenzen, da diese Pflanze auch über eine kühlende Eigenschaft verfügt.
Der Granatapfel indes wurde schon vor ewigen Zeiten bei Frauenbeschwerden, wie etwa in der Zeit des Klimakteriums, wirkungsvoll zur Linderung eingesetzt. Verantwortlich für diese Wirkung sind Inhaltsstoffe (u.a. Östron), die dem menschlichen Hormon Östrogen sehr ähnlich sind und sich somit regulierend auf die weiblichen biologischen Vorgänge auswirken können. Granatapfeltropfen, ob fertig gekauft oder selbst hergestellt, lindern viele der mit der Menopause einhergehenden Symptome und das auf eine safte und nicht chemische Art und Weise mit nur zehn bis zwanzig Tropfen am Tag.
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