Die passende Windelart und das richtige Wechseln der Windel

Baby nach Bad auf weißem Handtuch

Vor- und Nachteile von Einweg- und Stoffwindeln und praktische Tipps zum Wickeln

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  • von Paradisi-Redaktion

Frisch gewordene Eltern sind einen Großteil des Tages mit Windelwechseln beschäftigt und diese Tätigkeit begleitet sie in den ersten Lebensjahren des Kindes. Dabei müssen sie die richtige Wickelmethode finden, brauchen einen geeigneten Wickelplatz und dann braucht es nur noch ein bisschen Übung.

Tipps zum Wechseln der Windel

Dabei gibt es keine allgemein gültige Regel, wie oft Windeln gewechselt werden sollen.

  • Grundsätzlich gilt: immer dann, wenn die Windel schwer oder voll ist.
  • Dann sollte eine Windel immer vor oder nach der Mahlzeit gewechselt werden.

Viele Mütter entscheiden sich, vor dem Stillen die Windel zu wechseln, weil das Kind während des Stillens oft einschläft und dann soll es nicht mehr im Schlaf gestört werden.

Andere Mütter wickeln lieber nach der Mahlzeit, da meist während der Nahrungsaufnahme noch einmal etwas in die Windel geht. Am besten findet jeder für sich die geeignete Methode heraus.

Die Haut atmen lassen

Hat ein Baby empfindliche Haut und neigt zu einem wunden Po, so sollte es öfters frisch gewickelt werden. Dann sollte man das Baby auch immer ein bisschen nackt strampeln lassen, damit viel frische Luft an die Haut kommt und diese schneller heilt.

Nachtschicht

Die Windeln der neueren Generation sind sehr saugfähig und halten das Kind auch mal über einen längeren Zeitraum trocken, so muss man nachts nicht unbedingt frisch wickeln. Wenn das Kind aber noch nicht durchschläft und nachts noch gestillt wird oder eine Flaschenmahlzeit bekommt, dann sollte man auch nachts wie gewohnt die Windel wechseln.

Öfter ist besser - besonders bei Stoffwindeln

Das Windelwechseln wird normalerweise schnell zur Routine und Mama und Kind finden ihren ganz eigenen Rhythmus. Generell gilt aber: Lieber einmal zu viel die Windel wechseln, als einmal zu wenig, um die Haut des Kindes zu schonen.

Wenn Stoffwindeln verwendet werden, muss in der Regel auch öfters gewickelt werden, da diese die Feuchtigkeit nur bedingt aufnehmen können. Da kann schnell ein großer Windelberg entstehen.

Wer Stoffwindeln benutzt, muss diese selbst waschen, vielerorts wird aber auch ein Windeldienst angeboten. Dieser holt die gebrauchten Windeln ab und bringt sie frisch gewaschen und gebügelt zurück.

Welche Windel eignen sich am besten?

In den ersten zwei bis drei Lebensjahren brauchen Wickelkinder eine große Anzahl an Windeln. Da ist es nicht nur eine praktische Frage, sondern auch eine finanzielle Entscheidung, für welche Windeln man sich entscheidet.

Einwegwindel oder Stoffwindel?

Ob Einwegwindeln oder Stoffwindeln benutzt werden, ist nicht nur Überzeugungssache. Manchmal hat das Baby eine Windeldermatitis und verträgt keine Einwegwindeln, dann helfen die Stoffwindeln, die Beschwerden zu lindern.

  • Einwegwindeln sind ökologisch umstritten, aber sie sind einfach sehr praktisch.
  • Da Stoffwindeln viel und oft gewaschen werden müssen, belastet dies die Umwelt auch.

Eigenschaften der Höschenwindeln

Bevor man sich für eine Höschenwindel entscheidet, sollte man unbedingt die Testergebnisse von Öko-Test für Einwegwindeln anschauen. Höschenwindeln gibt es in verschiedenen Größen und von unterschiedlichen Herstellern.

Die Preise variieren von bekannten Markenprodukten zu so genannten No-Name Produkten und eigenen Marken von Discountern, Supermärkten und Drogeriegeschäften. Je nach Qualität unterscheiden sich die Saugkraft und der Auslaufschutz der Windel.

Aufbau und Wirkung

Die Außenhaut der Höschenwindel ist im Durchschnitt aus einem wasserundurchlässigen, aber atmungsaktiven Material. Der so genannte Saugkern besteht aus Zellstoffflocken und kleinen Kügelchen, welche die Flüssigkeit absorbieren. Sie quellen auf und werden zu einer Art Gel.

Um den Windelkern ist ein Trockenvlies. So liegt das Kind relativ trocken, auch wenn die Windel voll ist. Eine Windel sollte eine körpergerechte Passform haben und einen hohen Tragekomfort bieten.

Stoffwindeln und mögliche Wickelsysteme

Stoffwindeln bieten eine Alternative und sind für einige Kinder hautverträglicher als Einwegwindeln. Es gibt unterschiedliche Wickelsysteme. Man braucht die Stoffwindel und ein Windelhöschen, um die Stoffwindeln zu fixieren. Hierfür wird meist ein Wollhöschen benutzt. Es gibt aber auch Windelhöschen oder Schlupfhosen aus anderen Materialien.

  • Manche haben eine wasserabweisende Außenhaut, diese werden in der Regel mit Druckknöpfen geschlossen.
  • Dann gibt es Saugeinlagen, die in eine in der Überhose vorgenähten Lasche eingelegt werden.

Von Hebamme individuell beraten lassen

Über die verschiedenen Wickelsysteme und Produkte lässt man sich am besten von einer erfahrenen Hebamme beraten. Denn das Angebot ist sehr groß und vielfältig und deshalb auch ein bisschen unübersichtlich.

Egal für welche Lösung man sich entscheidet - man wird wohl auch einfach einige Produkte ausprobieren müssen, um die ideale Marke und die beste Lösung für das Kind zu finden. Auch ist es individuell ganz unterschiedlich, wie die Eltern mit welchem System zurecht kommen.

Grundinformationen und Tipps zum Wickeln

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: baby after bath #11 © Adam Borkowski - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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