Hustensaft - Anwendung, Wirkung und Nebenwirkungen

Als Hustensaft wird ein Medikament zur Behandlung von Atemwegsbeschwerden bezeichnet. Durch die Inhaltsstoffe kann Hustenreiz gelindert und Bronchialschleim gelöst werden.

Einsatz, Dosierung und Risiken von hustenlindernden Mitteln

Ziel und Zweck

Ziel und Zweck eines Hustensaftes ist die Bekämpfung von Atemwegserkrankungen. Vor allem in der nasskalten Jahreszeit kommt es häufig zu Erkältungen, die mit Atemwegsbeschwerden und quälendem Husten einhergehen. Dabei entsteht eine Entzündung der Schleimhäute, wodurch anstelle von normalem Schleim, ein zähes Sekret gebildet wird.

Hustenmittel wie Hustensäfte sollen die Atemwegsbeschwerden bekämpfen und lindern. Dazu stehen sowohl synthetische als auch pflanzliche Arzneistoffe zur Verfügung.

Man unterscheidet bei Hustensäften zwischen:

  1. hustenstillenden Präparaten
  2. hustenlösenden Präparaten

Hustenstiller

Hustenstiller werden auch als Antitussiva bezeichnet. Ihre Wirkung wird über das zentrale Nervensystem erzielt, indem sie einen beruhigenden Effekt auf das Hustenzentrum im Gehirn ausüben.

Verschreibungspflichtige und rezeptfreie Präparate

Da die meisten Wirkstoffe der Antitussiva wie

  • Dihydrocodein
  • Codein
  • Hydrocodon und
  • Noscapin

Opiatabkömmlinge und chemische Unterformen von Morphin sind, unterliegen sie zumeist der Verschreibungspflicht.

Nicht verschreibungspflichtig ist hingegen Dextrometorphan, das zu den gängigsten Hustenblockern gehört. Dextrometorphan hemmt den Hustenreiz, lässt aber im Gegensatz zu anderen Antitussiva das wichtige Abhusten weiterhin zu. Außerdem ist die Abhängigkeitsgefahr deutlich niedriger als bei Codein und Hydrocodon.

Hustensäfte mit hustenstillenden Wirkstoffen sollten aber grundsätzlich nur bei starkem und trockenem Reizhusten eingenommen werden, weil sonst die Atemwege austrocknen können. Da das Husten zudem wichtig ist, um die Atemwege von fremden Partikeln zu reinigen, sollte man es nicht unterdrücken.

Phytopharmaka

Deutlich schonender wirken hustenreizstillende Hustensäfte mit pflanzlichen Stoffen wie z.B.:

Diese haben einen reizlindernden Effekt auf die Schleimhäute.

Hustenlöser

Anders als Hustensäfte mit Hustenstillern wirken Säfte mit hustenlösenden Wirkstoffen wie z.B.:

  • Acetylcystein (ACC)
  • Bromhexin
  • Ambroxol

Diese sorgen für eine Verflüssigung des zähen Bronchialschleims, wodurch dieser besser abgehustet und schneller aus dem Körper abtransportiert werden kann.

Phytopharmaka

Auch hier gibt es neben den synthetischen Mitteln, Hustensäfte auf pflanzlicher Basis. Dazu verwendet man Inhaltsstoffe wie z.B.:

Hausmittel

Alternativ kann ein Hustensaft auch als Hausmittel selbst hergestellt werden. Dazu genügen einfache Mittel wie z.B. gehackte Zwiebeln und Kandiszucker.

Herstellung

Die Zwiebeln werden zusammen mit dem Zucker gekocht. Nach der Lösung des Zuckers, filtert man den Saft heraus und stellt ihn den Kühlschrank. Diese Mischung kann dreimal täglich eingenommen werden.

Auch Schwarzer Rettich oder Zitronen eignen sich für einen selbstgemachten Hustensaft.

Nebenwirkungen

Genau wie andere Hustenmittel, können auch Hustensäfte Nebenwirkungen haben. Vor allem synthetische Hustenstiller rufen manchmal unliebsame Effekte hervor.

Nebenwirkungen von Codein und Hydrocodon

So besteht bei codein- und hydrocodonhaltigen Säften die Gefahr einer Abhängigkeit. Daher sollten sie lediglich in geringen Dosen und nur für kurze Zeit eingenommen werden.

Durch die sedierende Wirkung kommt es oftmals auch zu Müdigkeit, wodurch die Verkehrstüchtigkeit eingeschränkt wird. Nimmt man also einen Hustensaft mit Codein oder Hydrocodon zu sich, ist es besser, auf das Autofahren zu verzichten.

Nebenwirkungen von Extrometorphan

Der Wirkstoff Dextrometorphan kann ebenso zu Nebenwirkungen wie Benommenheit und Müdigkeit sowie zu

führen.

Nebenwirkungen von Acetylcystein und Bromhexin

Auch bei schleimlösenden Hustensäften sind diverse Nebenwirkungen möglich. So kann es bei der Einnahme von Acetylcystein oder Bromhexin zu

  • Kopfschmerzen
  • Ohrengeräuschen sowie
  • Magen- und Darmbeschwerden

kommen. Bei der Anwendung von Ambroxol sind zahlreiche Beschwerden im Bereich des Möglichen, wie:

Wechselwirkungen

Zudem können mitunter Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten.

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Quellenangaben
  • hustensaft1 © Ramona Heim - www.fotolia.de

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