12. Januar 2010
Von Viola Reinhardt
Dass Essen nicht nur ein Genuss oder ein körperliches Muss ist, ist ja keine neue Weisheit. Noch recht unbekannt ist allerdings, dass man mit regelmäßigem scharfen Essen seiner Gesundheit wirklich Gutes bieten kann. Ob als Prävention gegen Schnupfen, Husten und ein Frösteln oder als natürliches Mittel bei bestehenden Erkältungen, sind besonders scharfe Suppen wahre Einheizer mit in sich verborgenem feurigem Virenbekämpfungseffekt.
Liebhaber der asiatischen oder indischen Küche wissen wie plötzlich die Schweißperlen auf der Stirn oder im ganzen Gesicht auftauchen, wenn sie richtig scharf essen. Bereits nach nur wenigen Löffeln oder Gabeln "Spicy" spürt man die Hitze in sich aufsteigen, den Schweiß aus den Poren treten und ein reichlich warmes Gefühl sich im ganzen Körper ausbreiten. Ein hervorragender Effekt bestimmter Nahrungsmittel und Gewürze, die für das Immunsystem genau betrachtet eine Art Hilfspolizei darstellen.
Knoblauch, Zwiebeln oder Lauch beispielsweise enthalten nicht nur sekundäre Pflanzenstoffe, sondern unter anderem auch ätherische Öle. Diese wirken als ein natürliches Mittel desinfizierend und antibiotisch, was besonders bei Erkrankungen der Atemwege sehr hilfreich ist. Kombiniert man diese drei Nahrungsmittel in Form einer Suppe und fügt noch Pfeffer, Chili, Senf oder Paprika hinzu, wird aus einem scheinbar simplen Eintopf eine feurige Suppe mit virentötendem Effekt.
Einmal in der Woche lohnt es sich auch Chili con Carne mit Reis auf den Tisch zu bringen, asiatische Suppen mit scharfen Gewürzen als leichte Mahlzeit zu genießen, einfach das allgemeinübliche Essen stärker zu würzen oder mit frischen Chilistückchen aufzupeppen. Mag man keine scharfen Suppen oder feste Speisen, dann bietet sich immer noch die Möglichkeit an täglich ein Glas Tomatensaft mit Pfeffer und Tabasco zu trinken. Letzteres ist übrigens wegen dem in den Tomaten enthaltenem Lycopin gleichzeitig unter anderem noch ein klasse Faltenkiller aus der Natur.
Gesunde Ernährung als präventives Mittel gegen Erkältungen und Co. oder zur schnellen Linderung der Beschwerden, wenn es einen dann doch erwischt hat, sollte das A und O in der Winterzeit für Kinder und Erwachsene sein. Rote Bete, Pastinaken, Kohl oder Schwarzwurzeln aus den heimischen Gefilden lassen sich in vielen Varianten zubereiten und zeigen sich als würziges und frisches Gemüse. Obst, Vollkornprodukte, Milch und deren Nebenprodukte runden das Anti-Viren-Programm sinnvoll ab. Fleisch wie etwa Rindfleisch oder Geflügel als Geschmacksträger eingesetzt, lässt eine Ernährung schlank bleiben und eignet sich gerade für heiße Suppen oder Eintöpfe als genialer Begleiter. Und wenn Sie noch nicht ganz davon überzeugt sind, dass feurige Suppen wirken, dann warten Sie den nächsten Schnupfen mit verstopfter Nase ab, greifen Sie zu Chili und seinen scharfen Begleitern aus der Natur und das Nasenspray kann da bleiben wo es ist - nämlich in der Hausapotheke.
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