Leinöl

Leinöl, auch Leinsamenöl genannt, ist ein beliebstes Speiseöl, welches vielseitig verwendet wird. Das Leinöl enthält viele ungesättigte Fettsäuren, der Omega-3-Fettsäuren-Gehalt ist am höchsten von allen Pflanzenölen. Leinöl hilt unter anderem bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Sehschwäche. Auch hat es eine blutzucker- und cholesterinsenkende Wirkung und stärkt das gesamt Immunsystem. Lesen sie hier über Anwendung und Wirkung von Leinöl.

Leinöl sollte nicht erhitzt werden

Herstellung und Inhaltsstoffe

Leinöl wird oft auch als "Leinsamenöl" bezeichnet und wie der Name schon verrät, aus Leinsamen hergestellt. Leinsamen sind die Samen eines Leingewächses mit dem Namen Öllein.

Im Handel ist sowohl kaltgepresstes als auch raffiniertes Leinöl erhältlich. Das kaltgepresste Öl ist gelb, das raffinierte Öl hellgelb.

Leinöl enthält verschiedene ungesättigte Fettsäuren. Der Gehalt an gesunden Omega-3-Fettsäuren ist im Leinöl am höchsten von allen Pflanzenölen. Damit enthält dieses Öl mehr Fettsäuren als Fisch, was viele Menschen leider nicht wissen.

In der Medizin

Leinöl sagt man viele gesundheitsfördernde Eigenschaften nach. Es wirkt sich günstig bei Herz-Kreislauferkrankungen aus und man sagt, dass ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren eine Vielzahl an gesundheitlichen Beeinträchtigungen verursachen kann.

Besonders Menschen, die unter Herzkreislaufkrankheiten leiden, sollten dieses Öl regelmäßig verwenden. Auch die Sehkraft wird durch Omega-3-Fettsäuren positiv beeinflusst, wenn sie regelmäßig dem Körper zugeführt werden.

Unabhängig davon wirken sich die Inhaltsstoffe des Leinöls auch sehr positiv auf das menschliche Gehirn und hier vor allem auf das Denkvermögen aus. Weiterhin enthält Leinöl Substanzen, die eine antioxidative Wirkung haben. Damit wirkt es den schädlichen freien Radikalen entgegen. Die Leinpflanze enthält die so genannten Lignane, diese ähneln in der Wirkung dem Östrogen und sollen eine Anti-Aging-Wirkung haben. Außerdem sollen sie vor Krebs schützen.

Bei einem regelmäßigen Genuss von Leinöl soll der Arterienverkalkung (Arteriosklerose) vorgebeugt werden. Zudem soll sich die Einnahme günstig auf den Cholesterinspiegel auswirken, Entzündungen entgegenwirken und das gesamte Immunsystem stärken.

Leinöl kann den Anstieg der Blutzuckerwerte nach den Mahlzeiten regulieren. Damit wirkt es Diabetes entgegen und bei einer schon bestehenden Erkrankung, kann ebenfalls von dem Leinöl profitiert werden, da es die Insulinwerte positiv beeinflusst. Zahlreiche Studien belegen diese Annahmen.

Selbst nierenkranke Probanden machten die Erfahrung, dass sich das Leinöl günstig auf die Nierenfunktion auswirkt und die Nierenwerte verbessert. Man hat sogar festgestellt, dass Leinöl eine blutdrucksenkende Wirkung hat.

Es hilft auch gegen Depressionen und man vermutet, dass es sich auch bei Hyperaktivität günstig auswirkt.

Wie bei anderen Heilpflanzen soll aber auch das Leinöl nicht übermäßig konsumiert werden. 100 mg gelten als die Höchstgrenze; soviel nimmt man normalerweise aber nicht zu sich. Bei einer Überdosierung kann das Leinöl, wenn auch gering, unerwünschte Nebenwirkungen haben.

Haltbarkeit

Bei der Verwendung von Leinöl muss man jedoch darauf achten, dass dieses Öl nur eine begrenzte Haltbarkeit aufweist. Geöffnete Flaschen sollten kühl aufbewahrt werden und spätestens nach einem Vierteljahr aufgebraucht sein. Anderenfalls kann das Leinöl Übelkeit hervorrufen.

Wer sich nicht sicher ist, ob die angebrochene Flasche Leinöl noch gut oder schon verdorben ist, der sollte daran riechen. Riecht das Öl ranzig und unangenehm, so sollte es nicht mehr verwendet werden.

In der Küche

In der Küche kann man Leinöl vielseitig verwenden, nur erhitzt sollte es nicht werden. So kann man beispielsweise einen Kräuterquark mit Leinöl verfeinern und dazu Salzkartoffeln servieren.

Aber nicht nur herzhafte Speisen können mit diesem gesunden Öl verfeinert werden: Auch in einem Obstsalat macht sich der nussige Geschmack eines frischen Leinöls sehr gut.

Leinöl ist empfindlich und sollte bald nach der Herstellung verbraucht werden. Außerdem muss es kühl gelagert werden.

Die beste Qualität findet man im kaltgepressten Leinöl, welches aus kontrolliert biologischem Anbau stammt. Leinöl kann schnell ranzig werden, man erkennt das dann am schlechten Geruch und das verdorbene Lebensmittel kann nicht weiter verwendet werden.

In der Kosmetik findet sich Leinöl in Naturprodukten wie z.B. in Seifen, um die Haut zu erfrischen.

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  • Leinsamen mit Leinöl © cut - www.fotolia.de

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