Verschiedene Arten von Korkenziehern und Alternativen, wenn man keinen zur Hand hat

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Das Angebot an Korkenziehern ist mittlerweile sehr groß - doch auch, wenn man mal keinen zur Hand hat, kann man den Korken aus der Flasche bekommen

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  • von Paradisi-Redaktion

Ein Korkenzieher ist eine praktische Erfindung, mit ihm wird der Korken aus der Flasche gezogen. Man benötigt Korkenzieher meist bei Weinflaschen, es gibt aber auch Öl- und Essigflaschen, die verkorkt sind. Vereinzelt findet man auch Glasflaschen mit einem Badezusatz, die mit einem Korken verschlossen sind.

Verschiedene Arten von Korkenziehern

Korkenzieher gibt es in vielen unterschiedlichen Ausführungen und Preisklassen. Vom einfachen Gerät bis hin zum elektrischen Luxuskorkenzieher kann man alles finden.

Korkenzieher befinden sich auch häufig an Mehrzwecktaschenmessern oder an Kellnerbesteck. Im Preis variieren die Korkenzieher von drei bis neunzig Euro.

Professionell entkorken mit einem Kellnermesser

Weinflasche mit Korkenzieher im Korken, im Hintergrund liegen drei weitere Flaschen
Wine bottle on a wooden table © vician_petar - www.fotolia.de

Ein Kellnermesser mutet wie eine Art Multifunktions- oder Taschenmesser an. Es ist klein, handlich und sehr praktisch. Klar doch, schließlich muss es für einen Kellner praktisch und schnell zu handhaben sein. Es ist mit einer kleinen Klinge ausgestattet, die es erlaubt, die Umhüllung am Flaschenhals zu entfernen, die ein Schutz für die obere Korkenfläche sein soll. Das Kellnermesser funktioniert dank seiner Hebelwirkung.

Nachdem die Spirale in den Korken gedreht wird (nicht so tief, dass sie den Korken durchbohrt), setzt man den Hebel am Rand der Flasche an und entfernt so spielend leicht den Korken aus dem Flaschenhals.

Kellner haben in der Regel ein eigenes Kellnermesser. Es gibt sogar spezielle Sommeliermesser, die noch etwas hochwertiger gearbeitet sind.

Hebelkorkenzieher

Ein teures Gerät ist beispielsweise das Screwpull Leverpull mit patentierter Mechanik. Es ist ein Hebelkorkenzieher, ein Klassiker und angeblich einer der schnellsten Korkenzieher der Welt.

Andere Hebelkorkenzieher werden mit dem Zentrierring auf den Flaschenhals aufgesetzt, dann dreht man die Spirale in den Korken und mit einer Hebelbewegung wird die Flasche entkorkt.

Diese Korkenzieher sind aus Metall und Kunststoff und kosten im Durchschnitt, je nach Fabrikat, zwischen sieben und zwanzig Euro. Manche sind auch aus Edelstahl oder verchromt.

Einfache Geräte sind wesentlich günstiger, sie haben eine Spirale mit einer Spitze und einen Griff. Die Spirale wird in den Korken gedreht und mittels mechanischen Kraftaufwands wird der Korken herausgezogen.

Rotor-Korkenzieher

Bei einem Rotor-Korkenzieher wird der Korken durch Drehen an der Rotorschraube gezogen. Andere Modelle arbeiten mit einem Drehgriff.

Elektrische Korkenzieher

Bei einem elektrischen Küchengerät wird der Wein einfach durch Knopfdruck entkorkt. Diese Korkenzieher haben einen Elektromotor, wiederaufladbare Akkus und eine Ladestation oder ein Netzteil.

Automatikkorkenzieher

Ein Automatikkorkenzieher nutzt auch den Hebelmechanismus, um die Flasche zu entkorken. Hier wird ein Hebel hochgezogen, nachdem sich die Spirale in den Korken gedreht hat.

Glockenkorkenzieher

Bei einem Glockenkorkenzieher wird das Gerät auf die Flasche aufgesetzt, dann wird gedreht, bis es nicht mehr geht. Nun wird der Klappmechanismus des Oberteils gelöst und der Korken durch weiteres Drehen aus der Flasche gezogen. Manche Korkenzieher bestechen durch ihr außergewöhnliches Design.

Korkenzieher-Varianten für Anfänger und Profis

Um die Flasche zu entkorken kann man vom Einfachen Korkenzieher bis zum Kellnermesser verschiedene Hilfsmittel nutzen

Nahaufnahme Korkenzieher in Korken
uncorked © zimmytws - www.fotolia.de

Es gibt verschiedene Korkenzieher-Arten, die sich für Anfänger und Profis eignen. Es ist dabei nicht immer klar, welche Art für Anfänger ist und welche für Profis. Sollte man doch meinen, sowohl die einen als auch die anderen mögen es einfach und praktisch.

Einfacher Korkenzieher

Da wäre zunächst einmal der einfache Korkenzieher, den fast jeder, der gerne mal Wein trinkt, in der Küchenschublade hat. Dieser Korkenzieher erfordert bei der erfolgreichen Anwendung einen großen Kraftaufwand. Dafür "ploppt" es ganz besonders schön.

Doch wer Pech hat, schiebt damit den Korken sogar in die Flasche hinein, statt sie zu öffnen. Meist bleibt dann nicht mehr viel übrig, als den Korken zu zerstören.

Hebelkorkenzieher

Viel praktischer ist der Hebelkorkenzieher. Man dreht ihn leicht in den Korken ein und beim Eindrehen heben sich gleichzeitig die beiden seitlichen Hebel. Mühelos lässt sich der Korken nun mittels der Hebelwirkung aus der Flasche ziehen.

Diese Art Korkenzieher gibt es in vielen Varianten. Als eine davon könnte man das Kellnermesser bezeichnen.

Kellnermesser

Das Kellnermesser funktioniert ebenfalls mit der Hebelwirkung, nur hat man es hier mit einem kleinen Multifunktionswerkzeug zu tun: Ein Messerchen zum Aufschneiden der Flaschenhalsumhüllung, den eigentlichen Korkenzieher und einen Hebel, der sich seitlich an der Flasche ansetzen lässt.

Kein Korkenzieher zur Hand? Tipps zum Entkorken

Ein gemütliches Gläschen Wein ist Balsam für die Seele, allein genießen oder in gemütlicher Runde. Aber was tun, wenn kein Korkenzieher zur Hand ist?

Schweizer Messer

Vielleicht findet man irgendwo ein Schweizer Messer, an dem ein Korkenzieher ist.

Den Korken in die Flasche drücken

Meist taucht das Problem, keinen Korkenzieher zu haben, beim Campen oder ähnlichen Aktivitäten im Freien auf, vielleicht auch bei einem Picknick. Wie also an den Flascheninhalt kommen?

Da scheint es doch am besten, den Korken in die Flasche zu drücken. Dafür braucht man aber einen starken Mann oder einen stumpfen Gegenstand und einen Hammer oder hammerähnliches Werkzeug, um ihn vorsichtig reinzudrücken, manchmal gelingt es auch mit dem Kochlöffelstiel.

Dann schwimmt der Korken natürlich im Wein. Ob sich das negativ auf den Geschmack auswirkt ist umstritten. Denn der Korken hatte ja auch vorher mit dem Wein Kontakt.

Nicht empfehlenswert

Manche schlagen mit Brachialgewalt den Flaschenhals ab, diese Methode ist aber nicht zu empfehlen. Das Glas kann splittern und in die Weinflasche fallen. Wird es mitgetrunken, gefährdet es die Gesundheit.

Wenn man diese gefährliche Methode anwendet, sollte man den Wein dann wenigstens durch eine Filtertüte abseihen, damit keine Glassplitter darin sind. Da fragt man schon besser bei den Nachbarn, ob sie einen Korkenzieher ausleihen können.

Man findet auch Empfehlungen, den Flaschenboden gegen ein an die Wand gehaltenes Sofakissen zu schlagen, dann soll sich der Korken langsam herausschieben und man kann ihn greifen oder mit einer Zange (falls vorhanden) ziehen. Dies scheint aber auch nicht zur Nachahmung empfohlen und könnte eine Riesensauerei geben.

Manche empfehlen den Flaschenhals zu erwärmen, beispielsweise unter heißem Wasser. Die so erwärmte Luft unter dem Korken soll den Korken heraus treiben - ob das funktioniert und dem Wein zuträglich ist, bleibt fraglich.

Tipp: Flaschen mit Drehverschluss wählen

Wenn man weiß, dass man keinen Korkenzieher hat, kann man vielleicht schon beim Einkauf auf Flaschen mit Drehverschluss achten. Oder sich eben einen Korkenzieher besorgen. Manchmal ist er auch verlegt und nicht zu finden, das ist besonders ärgerlich.

Grundinformationen und Hinweise zu Korkenziehern

  • Verschiedene Arten von Korkenziehern und Alternativen, wenn man keinen zur Hand hat

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Cork, corkscrew, bottle of wine and glass © Artur Marciniec - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Wine bottle on a wooden table © vician_petar - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: uncorked © zimmytws - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Red wine bottle, corks and corkscrew over wooden table backgroun © karandaev - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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