2. November 2009
Schon die nordamerikanischen Indianer benutzten Sassafras als Heilpflanze und bereiteten aus der Wurzelrinde einen anregenden Tee.
Sassafrasöl gewinnt man aus der Wurzelrinde und den Früchten des Baumes. Die Rinde und das Wurzelholz enthalten ätherisches Öl und sehr viel Safrol, weitere Inhaltsstoffe sind Campher, Eugenol, diverse Alkaloide, Harz, Lignane, Tannine und Pinen.
Sassafras ist als Giftpflanze anzusehen, früher wurde in Amerika das so genannte Root Beer hergestellt, der hohe Gehalt an Safrol gilt als krebserregend und leberschädigend, deshalb werden heute nur noch synthetische Sassafras Aromen verwendet. Safrol liefert einen Rohstoff zu der Droge Ecstasy. Die getrockneten Sassafrasblätter, ganz besonders die aromaarmen File-Pulver gelten jedoch als unbedenklich, da die Safrolmengen hier gering sind. Von der Verwendung der Wurzel und Rinde jedoch wird abgeraten. Sassafras schreibt man eine anregende, blutreinigende, harntreibende, schmerzstillende, schweißtreibende, stoffwechselfördernde und verdauungsfördernde Wirkung zu. In hoher Dosierung allerdings kann das ätherische Öl eine halluzinogene Wirkung haben. Unbedenklich scheint also nur ein Tee aus Sassafrasblättern. Sassafras ist auch Zusatz von Rheumasalben und Rheumabädern, das Öl hilft auch gegen Insektenstiche. In der Aromatherapie wird ätherisches Sassafrasöl in der Duftlampe mit Wasser verdampft, hier hilft es bei Antriebslosigkeit und stärkt die Tatkraft. Sassafras findet auch Verwendung in homöopathischer Zubereitung. Sassafras kommt aus dem spanischen und bedeutet so viel wie steinbrechend, dies ist wohl darauf zurückzuführen, dass Blasensteine mit Sassafras behandelt wurden. Auch Heilpflanzen gehören immer unter die fachkundige Aufsicht eines erfahrenen Naturheilkundlers.
Sassafras ist aber auch eine Gewürzpflanze und ein wichtiger Aromageber in einer amerikanischen Gewürzmischung den "mexikanischen Pfefferblättern". In der kreolischen Küche spielen Sassafrasblätter eine wichtige Rolle. Früher wurden in der Lebensmittelindustrie Lebensmittel mit Sassafras aromatisiert, dies ist in Deutschland mittlerweile verboten, auch in anderen Ländern unterliegt es Einschränkungen.
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