Sassafras in der Natur und Heilkunde

Ansicht von unten: Großer Baum mit grünen Blättern unter blauem Himmel

Merkmale, Standorte, Inhaltsstoffe und Verwendung des Sassafras als Heilmittel und Gewürz in der Küche

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  • von Paradisi-Redaktion

Der Sassafrasbaum ist bei uns noch nicht so bekannt und auch nicht sehr verbreitet, der Baum als Pflanze ist beeindruckend, seine Erzeugnisse allerdings sind mit Vorsicht zu betrachten. Schon die nordamerikanischen Indianer benutzten Sassafras als Heilpflanze und bereiteten aus der Wurzelrinde einen anregenden Tee.

Sassafras albidum ist der botanische Name des Sassafrasbaumes und er gehört zu der Familie der Lorbeergewächse. Man kennt ihn auch unter den Namen Fenchelholzbaum oder Nelkenzimtbaum.

Merkmale

Zu den Besonderheiten des Baumes gehört, dass auf einer Pflanze unterschiedliche Blattformen wachsen können. Er kann ein-, zwei- oder dreilappige Blätter haben. Die Blätter verströmen einen frischen zitronigen Geruch.

Der sommergrüne Baum kann eine stolze Wuchshöhe bis zu 35 Meter erreichen. Die Rinde ist tief gefurcht und die Äste weit verzweigt. Der Sassafras blüht im April und Mai, dann erscheinen kleine gelbgrüne Blütentrauben die eher unscheinbar sind. Anschließend entwickeln sich die dunkelblauen und eiförmigen Früchte. Im Herbst zeigt das Laub eine wunderschöne rote Färbung.

Standorte

Sassafras ist im östlichen Nordamerika beheimatet, mittlerweile findet man ihn auch bei uns in Deutschland. Der Sassafrasbaum ist nur bedingt winterhart, er bevorzugt

  • einen nährstoffreichen Boden und
  • einen sonnigen bis halbschattigen Standort.

Inhaltsstoffe

Die Rinde und das Wurzelholz des Sassafras enthalten

  • ätherisches Öl
  • Safrol
  • Campher
  • Eugenol
  • diverse Alkaloide
  • Harz
  • Lignane
  • Tannine und
  • Pinen.

Medizinische Verwendung

Sassafrasöl gewinnt man aus der Wurzelrinde und den Früchten des Baumes. Sassafras ist als Giftpflanze anzusehen. Früher wurde in Amerika das so genannte Root Beer hergestellt; der hohe Gehalt an Safrol gilt jedoch als krebserregend und leberschädigend, deshalb werden heute nur noch synthetische Sassafras Aromen verwendet. Safrol liefert einen Rohstoff zu der Droge Ecstasy.

Die getrockneten Sassafrasblätter, ganz besonders die aromaarmen File-Pulver gelten jedoch als unbedenklich, da die Safrolmengen hier gering sind. Von der Verwendung der Wurzel und Rinde jedoch wird abgeraten.

Wirkung

Sassafras schreibt man eine

  • anregende
  • blutreinigende
  • harntreibende
  • schmerzstillende
  • schweißtreibende
  • stoffwechselfördernde und
  • verdauungsfördernde

Wirkung zu.

In hoher Dosierung allerdings kann das ätherische Öl eine

haben.

Anwendungsart

Antriebsloser Mann
Hilft bei Antriebslosigkeit und Rheuma

Unbedenklich scheint also nur

  • ein Tee aus Sassafrasblättern.

Sassafras ist auch

  • Zusatz von Rheumasalben und Rheumabädern,

das Öl hilft auch gegen Insektenstiche. In der Aromatherapie wird ätherisches Sassafrasöl

hier hilft es bei Antriebslosigkeit und stärkt die Tatkraft. Sassafras findet auch Verwendung

Sassafras kommt aus dem Spanischen und bedeutet so viel wie "steinbrechend"; dies ist wohl darauf zurückzuführen, dass Blasensteine mit Sassafras behandelt wurden. Heilpflanzen gehören immer unter die fachkundige Aufsicht eines erfahrenen Naturheilkundlers.

Verwendung in der Küche

Sassafras ist aber auch eine Gewürzpflanze und ein wichtiger

  • Aromageber in einer amerikanischen Gewürzmischung, den "mexikanischen Pfefferblättern".
  • In der kreolischen Küche

spielen Sassafrasblätter eine wichtige Rolle. Früher wurden in der Lebensmittelindustrie Lebensmittel mit Sassafras aromatisiert, dies ist in Deutschland mittlerweile verboten; auch in anderen Ländern unterliegt es Einschränkungen.

Grundinformationen zum Sassafras

  • Sassafras in der Natur und Heilkunde

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Kerb-Buche © Tomejirou - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: old man headache © Dragan Trifunovic - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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