Linde in der Natur und Heilkunde als altbewährtes Heilmittel in der Volksmedizin

Grüne Wiese mit Blick ins Tal, 3 Bäume neigen sich im Wind nach links

Merkmale, Standorte und Verwendung der Linde als Heilmittel und bei welchen Beschwerden und Erkrankungen sie hilft

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  • von Paradisi-Redaktion

Die Linde wurde bereits von den Germanen als heilige Pflanze verehrt, der Baum war der Göttin Freya geweiht. Auch an den Kultstätten der Kelten hat man Linden gefunden. Der Lindenblütentee ist ein altbewährtes Heilmittel in der Volksmedizin.

Die Linden heißen mit botanischem Namen Tilia und gehören zu der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Man kennt sie auch unter den Namen

  • Großblättrige Linde
  • Kleinblättrige Linde und
  • Stein-Linde.

Merkmale

Der sommergrüne Laubbaum kann eine stattliche Wuchshöhe von bis zu dreißig Metern erreichen. Der Stamm der Winterlinde ist mächtig und sie hat eine weit ausladende manchmal unförmige Krone.

Die Sommerlinde ist schmäler. Die wechselständigen, gestielten Laubblätter sind herzförmig und gesägt und bei der Sommerlinde deutlich größer wie bei der Winterlinde. Zwischen Juni und Juli erscheinen die Blüten die in Trugdolden hängen, die Blüten verströmen einen süßlichen Duft. Aus ihnen entwickelt sich der kugelförmige Samen mit einem gelbgrünen Hochblatt.

Linden können sehr alt werden: bis zu tausend Jahren. Früher gab es auf fast jedem Dorfplatz eine Linde. Unter ihr wurde gefeiert und man hat sich zu den verschiedensten Anlässen getroffen. In vielen Volksliedern wird sie besungen und in Gedichten erwähnt. Auch in Ortsnamen und auf Straßenschildern begegnet man der Linde.

Ein ganz besonderes Merkmal ist, dass sie sich selbst verjüngen. Aus einem alten hohlen Stamm wachsen Innenwurzeln die sich mit dem Boden verankern und es bildet sich eine neue Krone, wenn der alte Baum abstirbt.

Arten

Es gibt verschiedene Arten, unter anderem

  • die Winterlinde (Tilia cordata)
  • die Sommerlinde (Tilia Platyphyllos)
  • die Silber-Linde
  • die Amerikanische Linde sowie
  • die Kaukasische Linde.

Erkrankungen und Schädlingsbefall

Die Linde kann von verschiedenen Erkrankungen und Schädlingen befallen werden. Am häufigsten sind dies:

  • die Lindenspinnmilbe
  • die Kleine Lindenblattwespe und
  • der Große Lindenprachtkäfer.

Standorte

Natürlich kommen die Sommer- und die Winterlinde in ganz Europa in

  • Laubwäldern

vor. Sie sind aber auch beliebte Schattenspender die

gepflanzt werden. Linden sind Tiefwurzler und brauchen

  • einen tiefgründigen Boden.

Inhaltsstoffe

Zu ihren Hauptbestandteilen gehören unter anderem

Medizinische Verwendung

Zur medizinischen Verwendung kommen die Blüten. Aus den Lindenblüten wird der Tee hergestellt, der so genannte Lindenblütentee.

Wirkung

Blüte der Linde als Tee
Lindenblütentee hilft bei einer Erkältung oder Grippe

Er wirkt

  • appetitanregend
  • beruhigend
  • blutreinigend
  • entspannend
  • entzündungshemmend
  • harntreibend
  • krampflösend
  • schleimlösend und
  • schweißtreibend.

Anwendungsgebiete

Der Lindenblütentee findet zumeist Anwendung bei

Er lindert

hilft bei

aber auch bei

Lindenblütentee soll sich auch günstig bei

auswirken. In der Volksmedizin schreibt man ihm auch heilkräftige Wirkung bei

zu. Äußerliche Anwendung findet er in Form von Umschlägen bei

Grundinformationen zur Linde

  • Linde in der Natur und Heilkunde als altbewährtes Heilmittel in der Volksmedizin

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: auf dem schauinsland 2 © wdohm - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: linden tea © embie - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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