2. April 2009
In der Pflanzenheilkunde betrachtet man den Klatschmohn als den kleinen Bruder des echten Mohns. Den Mohngewächsen schreibt man vor allen Dingen eine halluzinogene Wirkung zu. Der Klatschmohn allerdings gehört zu den harmlosen Vertretern dieser Gattung.
Denn das im Schlafmohn enthaltene Morphin ist im Klatschmohn nicht zu finden. Aber das schwach giftige Alkaloid Rhoeadin ist in fast allen Pflanzenteilen enthalten, besonders in dem weißen Milchsaft. Zu weiteren Inhaltsstoffen gehören Anthocyanglykoside, Bitterstoffe, Gerbstoffe, roter Farbstoff, Saponine und Schleim. Die Samen sind nicht gefährlich, können aber nach einem Verzehr in größeren Mengen zu Bauchschmerzen führen. In der Phytotherapie kommen die Blüten zur Verwendung die von Mai bis Juni gesammelt werden. Aus diesen macht man Tee oder gewinnt einen Sirup.
Man schreibt in der Naturheilkunde dem Klatschmohn vor allem eine beruhigende Wirkung zu. Er hat schleimlösende und schmerzlindernde Eigenschaften, wirkt tonisierend und hilft bei Hautproblemen, Husten, Nervosität und Schlaflosigkeit. Innerlich bringt er als Tee Linderung und hilft auch bei Unruhezuständen. Als Sirup hat man ihn Kindern bei Husten und nervöser Unruhe gegeben, äußerlich helfen Umschläge und Waschungen bei Hautproblemen. Traditionell wurden die farbintensiven Kronblätter zur Herstellung von roter Tinte verwendet.
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