1. Oktober 2009
Die Hauhechel war schon den alten Griechen und Römern bekannt, auch in alten Kräuterbüchern findet sie Erwähnung.
Zu ihren Hauptbestandteilen gehören ätherisches Öl, Gerbstoffe, Glykoside, Harz und Orocol. Zur medizinischen Verwendung kommen die Wurzel und das Kraut. In der Regel wird die Hauhechel als Teezubereitung eingenommen. Auch darf die Wurzel nicht gekocht werden da sonst wichtige Stoffe verloren gehen. Die Inhaltsstoffe wirken blutreinigend und finden Anwendung mit einer Durchspülungstherapie bei Entzündungen der ableitenden Harnwege, sie lindern rheumatische Beschwerden und Gicht und regen den Stoffwechsel an. Durch die blutreinigenden Eigenschaften wird sie häufig bei Frühjahrs- und Schlankheitskuren eingesetzt. Bei einer Anwendung ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Die Anwendungsdauer sollte sich auf wenige Tage beschränken, da die Wirkung der Hauhechelwurzel schnell nachlässt. Bei Wasseransammlungen infolge einer eingeschränkten Nieren- oder Herztätigkeit darf die Hauheuchel nicht angewendet werden. Die Hauhechelwurzel ist Bestandteil von einigen Fertigarzneien und Teemischungen die zur Behandlung von Blasen- und Nierenerkrankungen dienen, sowie von wassertreibenden Mitteln, die so genannten Diuretika.
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