Hauhechel in der Natur und Heilkunde

Der niedrige Halbstrauch hat schöne rosafarbene Blüten. Die Hauhechel war schon den alten Griechen und Römern bekannt, auch in alten Kräuterbüchern findet sie Erwähnung.

Merkmale, Arten und Standorte sowie Inhaltsstoffe und Verwendung der Hauhechel als Heilmittel

Die dornige Hauhechel heißt mit botanischem Namen Ononis spinosa und sie gehört zu der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Man kennt sie auch unter den Namen

  • Eindorn
  • Heudorn
  • Hechelkraut
  • Hohachl
  • Weiberzorn
  • Ochsenbrech
  • Magenputzer
  • Stachelkraut und
  • Weiberkrieg.

Merkmale

Der winterkahle Halbstrauch erreicht eine Wuchshöhe bis zu achtzig Zentimetern. Die Pflanze besitzt eine kräftige und tief greifende Pfahlwurzel. Die dornigen Stängel sind am Grund eher holzig, sie wachsen liegend bis aufrecht.

Ab der Mitte verzweigen sie sich zumeist zweireihig, sie sind behaart und von einer rötlichen Farbe. Die gefiederten Blätter sind gezähnt. In den Blattachseln stehen die rosafarbenen Schmetterlingsblüten. Die Blütezeit ist von April bis September.

Die Fruchtknoten reifen zu weichhaarigen Hülsenfrüchten mit rundlichen und braunen Samen. Die Pflanze verströmt einen unangenehmen Geruch.

Arten

Neben der dornigen Hauhechel gibt es noch weitere Arten, darunter die

  • Bocks-Hauhechel
  • kriechende Hauhechel und
  • gelbe Hauhechel.

Standorte

Die Hauhechel kommt in fast ganz

  • Europa
  • Nordafrika und
  • Westasien

vor. Am besten gedeiht sie auf

  • einem nährstoffarmen und kalkhaltigen Boden.

Man findet sie

  • auf trockenen Weiden
  • an Wegböschungen
  • auf Dämmen
  • auf brachliegenden Wiesen
  • auf Ödland und
  • an Waldrändern.

Inhaltsstoffe

Zu ihren Hauptbestandteilen gehören

Medizinische Verwendung

Zur medizinischen Verwendung kommen die Wurzel und das Kraut.

Anwendungsart und Wirkung

In der Regel wird die Hauhechel als Teezubereitung eingenommen. Auch darf die Wurzel nicht gekocht werden, da sonst wichtige Stoffe verloren gehen. Die Inhaltsstoffe wirken blutreinigend und regen den Stoffwechsel an. Durch die blutreinigenden Eigenschaften wird sie häufig bei Frühjahrs- und Schlankheitskuren eingesetzt.

Die Hauhechelwurzel ist Bestandteil von einigen Fertigarzneien und Teemischungen die zur Behandlung von Blasen- und Nierenerkrankungen dienen, sowie von wassertreibenden Mitteln, die so genannten Diuretika.

Anwendungsgebiete

Die Hauheuchel findet Anwendung mit einer Durchspülungstherapie bei

Anwendungshinweise

Bei einer Anwendung ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Die Anwendungsdauer sollte sich auf wenige Tage beschränken, da die Wirkung der Hauhechelwurzel schnell nachlässt.

Bei Wasseransammlungen infolge einer eingeschränkten Nieren- oder Herztätigkeit darf die Hauheuchel nicht angewendet werden.

Quellen:

  • Andrew Chevallier: Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2017, ISBN 3831032327
  • Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: Das neue Handbuch der Heilpflanzen: Botanik, Drogen, Wirkstoffe, Anwendungen, Kosmos, 2004, ISBN 3440093875
  • Mannfried Pahlow: Das große Buch der Heilpflanzen: Gesund durch die Heilkräfte der Natur, Nikol Verlagsgesellschaft, 2013, ISBN 3868201912
  • Karin Buchart, Miriam Wiegele, Andreas Leitner: Die Natur-Apotheke: Das überlieferte und neue Wissen über unsere Heilpflanzen, Servus, 2019, ISBN 9783710401718
  • Vital Experts: HEILPFLANZEN - Das Naturheilkunde Buch, 2019, ISBN 1713160064
  • Ursel Bühring: Alles über Heilpflanzen: Erkennen, anwenden und gesund bleiben Kindle Ausgabe, Verlag Eugen Ulmer, 2007, ISBN 3800149796
  • Ursel Bühring: Heilpflanzenrezepte: Die besten aus der Freiburger Heilpflanzenschule, Verlag Eugen Ulmer, 2014, ISBN 3800179962
  • Siegrid Hirsch: Kräuter-Rezeptbuch: Hausmittel & Salben, Säfte & Marmeladen, Kräuterwein & Liköre, Essig & Öl, Freya, 2014, ISBN 3902540001
  • Peter Emmrich: Kurzcharakteristik Die Kraft der Heilpflanzen, Weg zur Gesundheit, 2017, ISBN 3925207317
  • Bernhard Uehleke, Johannes Mayer, Kilian Saum: Handbuch der Klosterheilkunde: Neues Wissen über die Wirkung der Heilpflanzen. Vorbeugen, behandeln und heilen, Zabert Sandmann, 2008, ISBN 3898832260
  • Peter Spiegel: Das BLV Heilkräuter-Buch: Gesundheit aus der Natur, BLV, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH, 2013, ISBN 3835409751

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