25. September 2009
Flohsamenschalen werden altbewährt zu Heilzwecken genutzt.
Zu ihren Hauptbestandteilen gehören unter anderem Aucubin, Iridoidglykoside, Öl, Schleim und Zellulose. Zur medizinischen Verwendung kommen die Samen. Das hauptsächliche Anwendungsgebiet ist bei chronischer Verstopfung und Erkrankungen bei denen eine leichte Darmentleerung mit einem weichen Stuhl gewünscht ist, zum Beispiel bei Analfissuren und Hämorrhoiden. Flohsamenschalen unterstützen aber auch eine Therapie bei Durchfällen und eignen sich zur Behandlung eines Reizdarmes. Bei Durchfällen sorgen die Samen in Verbindung mit Wasser für eine längere Darmpassage und durch eine Zunahme des Stuhlvolumens verkürzt sich die Darmpassage bei Verstopfung. Flohsamen sollen den Cholesterinspiegel senken, sie wirken auch verdauungsfördernd, entzündungshemmend und beruhigen die Schleimhäute. Flohsamen werden auch bei Übergewicht angewendet. Hier sorgen sie durch ein Aufquellen im Magen für ein schnelleres Sättigungsgefühl, sie werden nicht in kalorienreiche Kohlenhydrate umgewandelt. Unter ärztlicher Aufsicht kann eine Flohsamenkur auch eine Diabetes Behandlung begleiten. Man sagt den Flohsamen auch eine krebsschützende Wirkung nach, da sie durch ihren hohen Schleimgehalt die Darmschleimhaut schützen. Überhaupt schützen sie Schleimhäute und lindern Schleimhautreizungen. Ein Flohsamenbrei kann auch äußerliche Anwendung in Form von Breiumschlägen finden, bei Verrenkungen, Verstauchungen, Ödemen, Furunkel, Halsentzündungen, Gicht und rheumatischen Beschwerden. Indische Flohsamenschalen sind auch in Kapselform erhältlich und Bestandteil von einigen Fertigarzneien. In Einzelfällen können Überempfindlichkeitsreaktionen und besonders bei Samenschalenpulver können allergische Reaktionen auftreten. Bei der Einnahme von Flohsamen ist immer auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, immer stilles Wasser, zu achten. Bei einer Medikamenteneinnahme muss ein Abstand von einer halben Stunde eingehalten werden bis die Flohsamen eingenommen werden können. Da die Flohsamen die Eigenschaft haben aufzuquellen dürfen sie nicht von Menschen eingenommen werden, die eine Verengung der Speiseröhre oder der Verdauungswege haben. Bei insulinpflichtigen Diabetikern kann sich unter Einnahme der Flohsamen eine Verringerung der Insulindosis einstellen. Bei einer schwer einstellbaren Diabetes sollte auf Flohsamen verzichtet werden. Die Einnahme der Flohsamen darf die empfohlene Tagesdosis nicht überschreiten.
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