Färberginster in der Natur und Heilkunde

Der Färberginster fasziniert mit seiner goldgelben Blütenfarbe, er ist ein grüner Strauch und gehört zu der Familie der Schmetterlingsblütengewächse. Der Färberginster ist eine Giftpflanze, vor allem in den Blättern und Samen ist das giftige Alkaloid Cytisin enthalten. Deshalb sollte man diese Pflanze nie da wachsen lassen, wo Kinder spielen und sie ihnen zugänglich ist.

Merkmale, Standorte und Inhaltsstoffe sowie Verwendung des Färberginsters als Heilmittel

Merkmale

Färberginster ist in Europa und Asien beheimatet, er wird bis zu 60 cm hoch und sein Strauch ist dornenlos. Sein botanischer Name ist Genista tinctoria. Er blüht im Sommer von Juni bis August.

Seine Zweige wachsen aufrecht oder leicht bogig aufsteigend. Die Blätter sind schmal, oval und sitzen auf kurzen Stielen. Die imposanten Blüten wachsen traubenartig und in den Fruchthülsen bilden sich die rundlichen Samen. Wenn man die Blütenblätter berührt, springen diese auf und die Blüte öffnet sich. Der Färberginster verströmt einen schwachen, aber würzigen Duft.

Standorte

Der Färberginster bevorzugt

Man findet ihn an einem

  • sonnigen Standort und
  • eher trockenen, kalkarmen und lehmigen Boden;

er ist winterhart und zumeist trifft man ihn wildwachsend.

Verwendung

Man kennt ihn auch unter den Namen gelbe Färbeblume und Schöngelb. Wie der Name schon sagt, wurde der Färberginster zum Färben genommen und ist eine alte Nutzpflanze. Bereits den Römern war er bekannt, aber eine sehr bedeutende Rolle spielte er im England des 14ten Jahrhunderts. Vorwiegend wurde er

verwendet.

Inhaltsstoffe

Zu den Bestandteilen des Färberginsters gehören

Medizinische Verwendung

Was giftig ist, kann in der richtigen Dosierung und Anwendung trotzdem als heilkräftige Pflanze wirken.

Wirkung und Anwendungsgebiete

In der Naturmedizin gilt der Färberginster als

  • blutreinigend und harntreibend,

deswegen wird er hauptsächlich bei

eingesetzt, aber auch bei

findet er Verwendung.

Anwendungsart

Als Pflanzenteile verwendet man vorwiegend das blühende Kraut, welches als

  • Tee oder
  • Tinktur

zum Einsatz kommt. Gesammelt werden die Blüten von Mai bis Juli.

Erste Hilfe nach Einnahme

Bei Verdacht auf oder versehentlicher Einnahme soll in jedem Fall die Gift-Notruf-Zentrale kontaktiert und ein Notarzt verständigt werden.

Quellen:

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  • Karin Buchart, Miriam Wiegele, Andreas Leitner: Die Natur-Apotheke: Das überlieferte und neue Wissen über unsere Heilpflanzen, Servus, 2019, ISBN 9783710401718
  • Vital Experts: HEILPFLANZEN - Das Naturheilkunde Buch, 2019, ISBN 1713160064
  • Ursel Bühring: Alles über Heilpflanzen: Erkennen, anwenden und gesund bleiben Kindle Ausgabe, Verlag Eugen Ulmer, 2007, ISBN 3800149796
  • Ursel Bühring: Heilpflanzenrezepte: Die besten aus der Freiburger Heilpflanzenschule, Verlag Eugen Ulmer, 2014, ISBN 3800179962
  • Siegrid Hirsch: Kräuter-Rezeptbuch: Hausmittel & Salben, Säfte & Marmeladen, Kräuterwein & Liköre, Essig & Öl, Freya, 2014, ISBN 3902540001
  • Peter Emmrich: Kurzcharakteristik Die Kraft der Heilpflanzen, Weg zur Gesundheit, 2017, ISBN 3925207317
  • Bernhard Uehleke, Johannes Mayer, Kilian Saum: Handbuch der Klosterheilkunde: Neues Wissen über die Wirkung der Heilpflanzen. Vorbeugen, behandeln und heilen, Zabert Sandmann, 2008, ISBN 3898832260
  • Peter Spiegel: Das BLV Heilkräuter-Buch: Gesundheit aus der Natur, BLV, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH, 2013, ISBN 3835409751

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