23. September 2009
Die Eiche wurde schon von den Germanen und Kelten verehrt, bis heute ist sie eine geschätzte Heilpflanze.
Zu ihren Hauptbestandteilen gehören unter anderem Bitterstoff, Gallussäure, Gerbsäure, Gerbstoff, Quercin, Quercetin und Tannine. Zur medizinischen Verwendung kommen die Eicheln und die Rinde. Die Eiche wirkt antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend und zusammenziehend. Sie gehört zu den stärksten Gerbstoffdrogen und findet daher Anwendung bei Durchfällen und zur Stärkung des Magen- Darmtraktes. Sie hilft bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, senkt den Blutzucker und lindert Blasenentzündungen. In der Regel wird die Eichenrinde als Teezubereitung eingenommen, man kennt auch eine Tinktur. Äußerliche Anwendung in Form von Umschlägen machte man bei Erfrierungen der Hände und Füße und bei entzündeten Augen. Umschläge helfen auch bei Fußschweiß, bei leichten Verbrennungen, bei Druckstellen und leichten Schnittwunden. Ein zu hoch dosierter Rindentee kann bei empfindlichen Menschen Magenbeschwerden hervorrufen. In der Bachblütentherapie ist die Eiche als Oak eines der neununddreißig Mittel.
In Notzeiten wurden die Eicheln als Ersatz für Mehl und Kaffee verwendet, mussten aber vorher entbittert werden. Die Früchte wurden früher zum Füttern in der Schweinehaltung benutzt. Eichenblätter oder Eicheln und Eichenzweige sind auf vielen Wappen abgebildet oder waren auf Geldstücken und Münzen zu sehen. Die Eiche liefert das dauerhafte Eichenholz, es ist hart und zäh und kann deshalb vielseitig verwendet werden. Man nimmt es als Bauholz, für Treppen und als Möbelholz und zum Schiffsbau, für Eisenbahnschwellen, als Parkett und Furnierholz. Eichenholz verwendet man zum Fassbau und teilweise wird es als Brennholz verwertet. Die Rinde wurde früher auch als Gerberlohe genutzt.
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