22. September 2009
Der Bitterklee nimmt in der Reihe der Gewürz- und Arzneipflanzen keine herausragende Rolle ein und trotzdem überzeugt er mit hervorstechenden Eigenschaften.
Bitterklee wächst gerne auf Moor- und Torfwiesen, er bevorzugt einen lockeren, nährstoffreichen Boden sowie einen feuchten Standort. Er gehört zu der Familie der Fieberklee- oder Enziangewächse, ist mehrjährig und wird bis zu 30cm hoch. Seine Blätter erinnern an Klee und sind wie bei diesem dreigeteilt, Kleine rot-weiße Blüten, die in dichten Trauben zusammenwachsen sitzen auf einem blattlosen Schaft und einem hohlen Stängel. Kleine Härchen auf der Blütenoberseite verleihen ihnen ein leicht gefiedertes Aussehen. Bis zum Herbst entwickeln sich in den Bitterkleeblüten eiförmige Kapseln. Da sich die Gebiete seines natürlichen Vorkommens immer mehr reduzieren, steht der Bitterklee in einigen Ländern unter Naturschutz. Geschichtliches ist vom Bitterklee nicht belegt, Erwähnung findet er erstmals im 16. Jahrhundert, aber man weiß, dass Bauern ihren Magen-Darm kranken Tieren frischen Bitterklee zur Heilung zum Fressen gegeben haben.
In der Küche findet der Bitterklee keine große Verwendung, doch es ist belegt, dass er in England als Hopfenersatz zum Bierbrauen verwendet wurde, wegen dem herben Geschmack war er eine zusätzliche Würze. Mönche benutzten ihn beim Brotbacken, die gemahlenen Wurzeln dienen als Mehlersatz. Viele Bitterschnäpse enthalten Bitterklee um die Verdauung anzuregen.
Als Kosmetikprodukt werden Anti-Aging Cremes angeboten, die Bitterklee enthalten. Hier soll Bitterklee die Haut festigen, schlaffe Konturen straffen und der Bitterklee will Faltenbildung vorbeugen.
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17.02.11 | |
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