Beifuß in der Natur und als Gewürz- und Heilkraut

Nahaufnahme Beifuß Pflanze

Merkmale und Standorte sowie Inhaltsstoffe und Verwendung des Beifuß als Heilmittel sowie in der Küche

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  • von Paradisi-Redaktion

Der Beifuß ist trotz seiner Wuchshöhe eine eher unscheinbare Pflanze, die von vielen Menschen als Unkraut angesehen wird. Beifuß war schon im Mittelalter als Gewürz- und Heilkraut bekannt.

Der Gewöhnliche Beifuß oder Gemeine Beifuß heißt mit botanischem Namen Artemisia vulgaris und er gehört zu der Familie der Korbblütler. Volkstümlich kennt man ihn auch unter den Namen

  • Buckell
  • Gänsekraut
  • Jungfernkraut
  • Mugwurz
  • Sonnwendgürtel und
  • Wilder Wermut.

Merkmale

Die ausdauernde krautige Pflanze kann eine Wuchshöhe bis zu zwei Metern erreichen. Der Stängel wächst zumeist aufrecht und ist wenig behaart, er bildet viele Seitenausläufer. Die doppelt gefiederten Laubblätter sind fest, ihre Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite grau-weißlich behaart.

Die rispenartigen Blütenstände stehen endständig in vielen körbchenförmigen Teilblüten. Die eher unscheinbaren Blüten haben eine grauweiße, gelbliche oder rotbraune Farbe. Der Beifuß blüht von Juli bis September.

Standorte

Er wächst wild bevorzugt

  • auf nährstoffreichen Böden,

man findet ihn

  • an Wegrändern und
  • auf Geröllhalden,
  • in Steinbrüchen und
  • an Straßenrändern.

In Nordafrika und Südeuropa wird er kommerziell angebaut.

Inhaltsstoffe

Zu seinen Hauptbestandteilen gehören unter anderem

  • ätherisches Öl
  • Carotinoide
  • Polyine
  • Flavonoide
  • Triterpene
  • Bitterstoffe und
  • Gerbstoffe.

Medizinische Verwendung

Zur medizinischen Verwendung kommen die Wurzel und das ganze Kraut.

Wirkung

Der Beifuß wirkt

  • appetitanregend
  • beruhigend
  • durchwärmend und auch
  • anregend,
  • er fördert die Durchblutung und den Gallefluss
  • er wirkt verdauungsfördernd
  • schlaffördernd und
  • lindert Neuralgien.

Anwendungsgebiete

Magenschmerzen kann Beifuß lindern
Beifuß hilft bei Blähungen und Bauchschmerzen

Er findet Anwendung bei

Wie der Name schon vermuten lässt, wirkt er lindernd für

die mit dem Öl eingerieben werden.

Empfohlene Anwendungsart

Wie bei allen Korbblütlern besteht auch bei den Pollen des Beifußes eine erhöhte Allergiebereitschaft. Einige Inhaltsstoffe sind giftig und machen eine Anwendung über einen längeren Zeitraum und in hoher Dosierung bedenklich. Deshalb ist eine Behandlung

vorzuziehen. In der traditionellen chinesischen Medizin findet der Beifuß Verwendung

Anwendung als Gewürzpflanze und Duftkomponente

Beifuß dient als Gewürzpflanze vor allem

  • bei fetten und schwerverdaulichen Speisen;

seine Bitterstoffe regen die Bildung von Magensaft an und den Gallefluss. Das ätherische Öl wird in der Pafümindustrie als Duftkomponente benutzt.

Grundinformationen zum Beifuß

  • Beifuß in der Natur und als Gewürz- und Heilkraut

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: beifuss © blende40 - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Bauchschmerzen © PeJo - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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