Zahntechniker

Anfertigung von Zahnersatzteilen wie Kronen, Brücken, Prothesen und auch Spangen

Zahntechniker befassen sich mit der Anfertigung von Zahnersatzteilen, wie zum Beispiel Kronen, Brücken, Teilprothesen, Vollprothesen oder Stiftzähnen. Sie erhalten vom Zahnarzt einen genauen Abdruck des Patientengebisses auf der Basis von Silikon.

Bearbeitung eines künstlichen Gebisses im Labor
bearbeitung künstlicher zähne © contrastwerkstatt - www.fotolia.de

Einteilung der Kategorie Zahntechniker

Der Zahntechniker ist kein Mediziner, sondern ein Dienstleister im medizinischen Bereich. Im Auftrag und in enger Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt (der sein Kunde ist), entwickelt er Zahnersatz oder Teile von Zahnersatz für den Endverbraucher. Dabei kann es sich um

ebenso handeln wie um

Einfach gesagt fabriziert der Zahntechniker alles, was der Zahnarzt später beim Patienten im Mund einbaut.

Arbeitsablauf

Um möglichst naturgetreue und funktionale Elemente zu schaffen, orientiert sich der Zahntechniker an den Kunststoffabdrücken, die ihm der Zahnarzt liefert. Diese werden in Gips abgegossen und dienen als Anschauungs- und Anprobemodell für die entstehenden Zahnersatzstücke.

Oftmals ist die Kreativität des Zahntechnikers gefragt, wenn es darum geht, wie zum Beispiel eine komplexe Brücke oder andere Konstruktion, an der noch vorhandenen Zahnsubstanz befestigt werden soll. Der Zahntechniker berät oder entscheidet über die Materialauswahl.

Verwendete Materialien

Wo früher häufig Goldzähne zu sehen waren, dominieren heute die unauffälligen aber sehr viel komplexeren Modelle in natürlichem Zahnweiß aus Porzellan, Keramik oder Kunststoffverbindungen.

Ein guter Zahntechniker passt seine Produkte der natürlichen Gebissfarbe des Endverbrauchers an und sieht es als seine Aufgabe, den Kunden davon zu überzeugen, dass ein allzu perfekter Zahn in einem natürlichen Gebiss nur unnatürlich wirkt.

Ausbildung

Die Ausbildung zum Zahntechniker ist ein 3-jähriger Lehrberuf, der zu über 90% von weiblichen Personen gewählt wird. Die Ausbildung erfolgt im dualen System,

  • die Praxis in einem Zahntechnik-Labor
  • das theoretische Wissen wird in der Berufsfachschule vermittelt.

Nach dem Abschluss ist man Zahntechnikergeselle. In einer ein- bis zweijährigen Weiterbildung kann die Qualifikation des Zahntechnikermeisters erlangt werden, die zum Führen eines eigenen Betriebs berechtigt. Nun kann man auch das Angebot verschiedener weiterer Fortbildungen nutzen. Diese gibt es beispielsweise in den Bereichen:

  • Frontzahnästhetik
  • Seitenzahnrekonstruktion
  • Abrechnung und
  • Frästechniken

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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