24. Juni 2010
Rheumatologen sind Fachärzte für die Diagnostik und Behandlung von rheumatischen Erkrankungen. Rheumatologen können sowohl selbstständig tätig als auch angestellt sein.
Ein Rheumatologe ist ein Facharzt für die Diagnostik, die Therapie und die Rehabilitation von chronischen rheumatischen Erkrankungen. Rheumatologen sind entweder Fachärzte für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Rheumatologie, Kinderärzte mit einer Weiterbildung im Bereich der Rheumatologie oder Orthopäden bzw. Chirurgen mit einer entsprechenden Zusatzbezeichnung. Der Rheumatologe behandelt z.B. Patienten mit Krankheiten wie der rheumatoiden Arthritis, Arthrose, Morbus Bechterew, Fibromyalgie, Lupus erythematodes, Osteoporose und viele weitere. Insgesamt zählen über vierhundert Krankheiten zu den rheumatischen Erkrankungen. Rheumatische Krankheiten äußern sich mit meist chronischen Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparates. Der Patient hat Schmerzen, die als ziehend oder reißend beschrieben werden. Die Beschwerden können z.B. im Bereich der Gelenke, der Knochen, Muskeln und Sehnen auftreten und hängen nicht mit einer Verletzung oder Tumorerkrankung zusammen.
Da rheumatische Krankheiten häufig nur schwer diagnostiziert werden können, gibt es dafür einen Facharzt: den Rheumatologen. Durch regelmäßige Fortbildungen hält sich der Rheumatologe in seinem Fachgebiet auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft und kann so seine Patienten bestens betreuen. Da viele rheumatische Krankheiten auch Auswirkungen auf die Funktion der inneren Organe haben können, gibt es die Unterscheidung zwischen einem internistischen und einem orthopädischen Rheumatologen.
Da rheumatische Krankheiten in jedem Lebensalter auftreten können, behandelt ein Rheumatologe sowohl Kinder als auch Erwachsene. Zudem gibt es auch spezielle Kinderärzte, die eine Weiterbildung im Bereich der Kinderrheumatologie absolviert haben. Egal ob der Rheumatologe Kinder oder Erwachsene behandelt: Der Facharzt muss immer viel Einfühlungsvermögen bei den Untersuchungen und Behandlungen zeigen, da eine rheumatische Erkrankung das Leben des Patienten von Grund auf ändern kann. Häufig muss der Patient durch seine Krankheit auch sein Leben ändern.
Beim ersten Arzt-Patienten-Kontakt fragt der Rheumatologe nach den genauen Beschwerden und seit wann diese bestehen. Für den Facharzt ist auch wichtig zu wissen, wann die Beschwerden immer auftreten (bei Belastung?) und ob der Patient Medikamente einnimmt oder Vorerkrankungen hatte.
Im Rahmen seiner Diagnostik untersucht der Rheumatologe die schmerzende Stelle und bewegt sie. Zusätzlich nimmt der Arzt auch Blut ab und lässt im Labor z.B. spezielle Entzündungswerte und den so genannten Rheumafaktor untersuchen, die häufig bei einer rheumatischen Erkrankung erhöht sind. Meist sind auch bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Computertomografie notwendig, um die Erstdiagnose einer rheumatischen Erkrankung zu stellen.
Rheumatische Erkrankungen können häufig mit speziellen Medikamenten therapiert werden. Dadurch kann der Rheumatologe eine Linderung der Beschwerden oder teilweise sogar eine Heilung erreichen. Patienten, die eine schwere rheumatische Erkrankung haben und dadurch gehunfähig sind, erhalten vom Rheumatologen einen Rollator oder Rollstuhl bzw. Gehhilfen verordnet. Auch Prothesen zum Schutz eines Gelenkes können vom Rheumatologen verschrieben werden.
Patienten, die wegen ihrer rheumatischen Erkrankung in einem Krankenhaus stationär behandelt werden mussten, werden anschließend von ihrem Rheumatologen in der so genannten Rekonvaleszenzphase weiter ambulant betreut.
Rheumatologen arbeiten häufig als selbstständige Fachärzte in der eigenen Praxis oder zusammen mit einem Facharztkollegen in einer Gemeinschaftspraxis. Große Praxen beschäftigen auch angestellte Rheumatologen. Meist arbeiten angestellte Rheumatologen jedoch in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Kureinrichtungen oder in der Forschung.
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