Alkoholgehalt, Herstellung und Verwendungsmöglichkeiten verschiedener Obstbrände

Ein Obstbrand wird, wie der Name schon vermuten lässt, aus Früchten hergestellt. Dabei handelt es sich um eine Spirituose. Man nennt ihn auch Obstwasser oder Obstler.

Zu den verwendeten Obstsorten zählen z.B. Zwetschgen, Kirschen und Mirabellen

Ein Obstbrand ist nicht nur bei Kennern sehr beliebt. Die aromatische Spirituose wird oft und gerne konsumiert. Die fruchtige Komponente macht ihre Besonderheit aus. Deshalb eignet sie sich auch zum

und verleiht bestimmten Speisen eine besondere Note. Ein Obstbrand wird auch gerne dafür verwendet,

Hauptsächlich wird er nach den Mahlzeiten getrunken; als Digestif genossen, ist er ein hervorragender Verdauungsschnaps, wobei Kenner behaupten, dass ein Obstler nicht nur dem Körper gut tut, sondern auch den Geist beflügelt.

Geschichte

Die Destillierkunst reicht wohl bis in die Antike zurück. Das Brennen von Alkohol wurde bei uns vorwiegend von Mönchen in Klöstern etabliert. Die Hauptanbaugebiete der Früchte liegen in Deutschland

Ein Obstbrand kann von fast allen heimischen Obstsorten hergestellt werden.

Alkoholgehalt

Ein Obstbrand sollte mindestens 38% Alkohol enthalten, er kann aber auch höherprozentig sein. So findet man beispielsweise einen Marillenbrand mit 42% Alkohol. Ist dieser dann auch noch in einem Maulbeerfass gereift, kann eine Flasche schon bis zu hundert Euro kosten.

Herstellung

Um einen Obstbrand herzustellen, wird zuerst das Obst gemaischt.

  • Beim Maischen handelt es sich um ein Arbeitsverfahren, um unter anderem Obstbrände herzustellen.

Die Maische wird dann einer alkoholischen Gärung zugeführt.

  • Anschließend folgt die Destillation, die man auch als "Brennen" bezeichnet.

Ein Destillat weist einen Alkoholgehalt von 70 bis 80 Prozent auf.

  • Dem Destillat wird dann destilliertes Wasser hinzugefügt,

bis es trinkfähig ist. Die Qualität des Obstes sowie die Sauberkeit der Maischbehälter garantieren einen erstklassigen Brand. Zur Verwendung kommen vollreife Früchte mit einem ausreichenden Zuckergehalt.

Unreife oder faule Früchte würden den Brand verderben. Auch Blätter und Stiele haben in der Maische nichts verloren. Die früher benutzen Holzfässer wurden weitgehend durch Kunststoff- und Edelstahltanks abgelöst. So entfällt das mühevolle Reinigen der Holzfässer.

Drei Fragmente

Das Brennen unterteilt sich in drei Fragmente, dem so genannten Vorlauf, dem Mittellauf und dem Nachlauf.

Der Teil des Destillats, der als erstes herausläuft, ist der Vorlauf.

  • Er gilt als besonders stark und kann vereinzelte Spuren des leicht giftigen Methanols enthalten.
  • Erst der Mittellauf hingegen ist für den Trinkkonsum bestimmt und bildet das eigentliche Herzstück der Destillation.
  • Der Nachlauf schließlich wird in einem anderen Gefäß aufgefangen, nachdem der Alkoholgehalt gesunken ist.

Er kann für einen weiteren Brennvorgang verwendet werden.

  • Im nächsten Schritt, wird der hochprozentige Obstbrand mit destilliertem Wasser verdünnt.
  • Anschließend wir der trübe Obstbrand gefiltert, damit eine klare und durchsichtige Flüssigkeit entsteht.

Das Aroma und der Geschmack des Obstbrandes hängen hauptsächlich von der Genussreife und der Qualität der verwendeten Früchte ab. Je aromatischer und süßer das Obst, desto delikater der Obstbrand. Das Obst für Obstbrände, stammt meist von regionalen Streuobstwiesen. Viele bäuerliche Betriebe und Nebenerwerbsbrennereien stellen Obstbrände her, aber natürlich auch große Brennereien.

Lagerung

Obstbrand kann gut gelagert werden; dabei sollen die Flaschen

  • stehend und an einem kühlen und dunklen Ort

aufbewahrt werden.

  • Angebrochene Flaschen sollen innerhalb einiger Wochen genossen werden,

da sich die feinen Aromen schnell verflüchtigen. Ein Obstbrand aus Kernobst bietet auch nach vier Jahren Lagerung einen vollen Geschmack. Bei Steinobstbränden spricht man sogar von einer jahrzehntelanger Lagerung bei vollem Aroma und Geschmack.

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  • cold glass of alcohol © sax - www.fotolia.de

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