13. Oktober 2010
Longdrinks sind aus den Bars und Discotheken heutzutage kaum noch wegzudenken. So stellen diese vor allem für Frauen eine interessante Alternative zu anderen alkoholischen Getränken dar, da der Alkoholgehalt nicht so stark herausgeschmeckt wird. Doch wie kam es überhaupt zur Etablierung dieses Kultgetränks der Neuzeit?
Die Geschichte des Longdrinks ist eng mit jener des Cocktails verbunden. So handelt es sich hierbei letztlich doch nur um eine Sonderform des Cocktails, welcher sich durch seine vergleichsweise hohe gesamte Flüssigkeitsmenge von über 16 cl auszeichnet. Die ersten Cocktails, welchen auch Longdrinks angehörten, wurden im 19. Jahrhundert in der Kneipenszene und im privaten Bereich gemixt. So sollte der bittere Geschmack puren Alkohols relativiert und ein Getränk erschaffen werden, das relativ lange getrunken werden kann.
Während diese Getränkevariante bei den meisten Männern auf Ablehnung stieß, da sich deren Konsum nicht mit der eigenen Männlichkeit vereinbaren ließ, wurden vor allem Frauen der gehobenen Bürgerschichten und des Adels auf Longdrinks aufmerksam. Die Möglichkeiten zu dieser Zeit waren natürlich noch begrenzt, sodass es vor allem häufig zu einem Einsatz von Zucker, Honig und Milch kam. Im Laufe des 20. Jahrhunderts verbreiteten sich die Longdrinks aber zunehmend und wurden ein zentraler Bestandteil der Getränkekarten zahlreicher Restaurants und Bars. Heutzutage genießt der Longdrink ein relativ hohes Ansehen und es gilt als eine Kunst, eine gute Variante dieses Getränks herzustellen.
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Von der Autorin Claudia Boss-Teichmann das Buch Longdrinks aus dem Jahr 2000.