12. Oktober 2010
Likör ist heutzutage ein klassisches alkoholisches Getränk, dessen süßer Geschmack vor allem von Frauen geschätzt wird. Doch wie kam es überhaupt zur Entstehung dieses Produkts und handelte es sich bei Likör eigentlich schon immer um ein Genussmittel?
Die Geschichte des Likörs beginnt im 13. Jahrhundert, in welchem die Technik der Destillation durch die Kreuzzüge nach Europa gelangte. Dank dieser und der bereits bekannten Technik der Mazeration war es nun möglich, erste Liköre herzustellen. Bei diesen anfänglichen Produkten handelte es sich aber nicht um Genussmittel, sondern um Medizin, welche dementsprechend auch nur Kranken verabreicht wurde. In den folgenden Jahrhunderten setzten sich viele Menschen, insbesondere Mönche innerhalb der Klosteranlagen, mit der Herstellung und Verarbeitung dieses Getränks auseinander. So sind bis heute eine Vielzahl von Rezepten erhalten, bei welchen verschiedenste Kräuter zu Likören verarbeitet werden und eine Linderung bei zahlreichen Krankheiten bringen sollen.
Als Genussmittel fand der Likör aber erst im Laufe des 17. Jahrhunderts Verbreitung. Dank der sich schnell entwickelnden Technik und neuen Möglichkeiten des Exports sanken die Zuckerpreise auf ein Niveau, welches sich auch mittlere Schichten des Bürgertums leisten konnten. Dank des billigen Zuckers waren nun auch Liköre als Genussmittel zu niedrigen Preisen erhältlich, was zur schnellen Verbreitung dieses alkoholischen Getränks führte. Heutzutage sind Liköre eine klassische alkoholische Spirituose, deren Alkoholgehalt je nach Herstellungsverfahren und Inhaltszusammensetzung zwischen 15 % und 40 % schwankt.
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