28. Oktober 2009
Speiseröhrenkrebs wird meist operativ entfernt. Wenn man Speiseröhrenkrebs vorbeugen möchte, sollte man die Risikofaktoren der Krankheit meiden.
Der Patient kann nur dann geheilt werden, wenn der Krebs sich noch in einem frühen Stadium befindet und keine Metastasen gebildet hat.
Soweit dies (noch) möglich ist, wird der bösartige Tumor in der Speiseröhre im Rahmen einer Operation entfernt. Dazu muss der Tumor jedoch an einer gut zugänglichen Stelle sitzen. Es handelt sich hierbei um eine große und schwere Operation. Dem Patienten wird dazu der Teil der Speiseröhre, in dem sich der Tumor befindet, operativ entfernt. Da der Speiseröhre somit ein Teil fehlt, wird der Magen nach oben gezogen. Je nachdem, wo genau sich der Tumor befindet, kann es auch notwendig werden, den kompletten Magen zu entfernen. Nur wenn der Tumor weit oben an der Speiseröhre sitzt, kann das fehlende Stück Speiseröhre auch durch einen Teil des Darmes ersetzt werden. Die Ärzte entnehmen dazu einen Teil vom Darm und nähen diesen im Bereich der Speiseröhre als Speiseröhrenersatz wieder an.
Nur wenn der Tumor komplett entfernt werden konnte, kann der Patient auch geheilt werden.
Konnten die Ärzte nur einen Teil des Tumors entfernen, erfolgt eine Weiterbehandlung im Rahmen einer Chemo- oder Strahlentherapie. Diese beiden Therapiemöglichkeiten werden auch vor einer Operation angewendet, um den Tumor zu verkleinern, wenn er bereits sehr groß gewachsen ist.
Die Chemotherapie wird in der Regel bei Patienten angewendet, die keine Chance mehr auf Heilung haben. Sie dient in diesem Fall dazu, die Beschwerden des Patienten zu minimieren. Man spricht dann von einer palliativen Behandlung.
Auch die Strahlentherapie wird häufig als palliative Behandlung eingesetzt. Besonders wenn der Patient durch den Tumor nur noch schlecht schlucken kann, hat sich die Strahlentherapie bewährt.
Eine besondere Form der Strahlentherapie ist die Brachytherapie. Hier findet die Bestrahlung nicht von außen –wie bei der Strahlentherapie- sondern von innen statt. Aus einem dünnen Schlauch, der dem Patienten in die Speiseröhre eingeführt wird, entweichen dann spezielle Strahlen, die den Tumor schrumpfen lassen.
Einige Formen des Speiseröhrenkrebses können auch ohne operativen Eingriff behandelt werden. Die Patienten erhalten dann eine Kombination aus Chemo- und Strahlentherapie.
Auch im Rahmen der Ösophgoskopie kann eine Behandlung durchgeführt werden. Während der Speiseröhrenspiegelung kann der Arzt mit Hilfe eines Lasers den Tumor in der Speiseröhre zerstören. Eine Heilung ist durch diese Behandlungsmöglichkeit nur selten möglich, da mit dem Laser nur die obersten Tumorschichten abgetragen werden können und der Tumor nach der Behandlung aus der Tiefe wieder nachwächst. Die Laserbehandlung wird teilweise daher auch als palliative Behandlung eingesetzt.
Patienten, die sich in einem noch sehr frühen Krankheitsstadium befinden, können auch durch eine Phototherapie behandelt werden. Die Patienten erhalten dazu ein Medikament. Dieses Präparat bewirkt eine hohe Lichtempfindlichkeit des Tumors. Anschließend wird die Krebsgeschwulst per Laser bestrahlt.
Im Rahmen der palliativen Therapie wird den Patienten häufig auch ein Stent in die Speiseröhre eingesetzt. Diese "Brücke" dient dazu, den Patienten das Schlucken von Nahrung wieder zu ermöglichen.
Nach Abschluss der akuten Behandlung erfolgt meist eine mehrwöchige Rehabilitationsbehandlung in einer speziellen Fachklinik.
Noch Monate nach Abschluss der Krebsbehandlung müssen sich die Patienten zur Krebsnachsorge bei Ihrem Arzt einfinden. Der Arzt untersucht dann die operierte Speiseröhre und kann so feststellen, wenn der Tumor wieder gewachsen ist oder sich Metastasen gebildet haben.
Speiseröhrenkrebs kann man am besten dadurch vermeiden, dass man sich den Risikofaktoren der Krankheit bewusst wird. Demzufolge sollte man auf Rauchen und Trinken von Alkohol verzichten und sein Essen nicht zu heiß und zu scharf gewürzt genießen.
Menschen, die regelmäßig unter Sodbrennen leiden, sollten dies unbedingt ärztlich abklären lassen.
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