28. Oktober 2009
Zu Beginn der Erkrankung bemerken die Patienten vom Speiseröhrenkrebs noch keine Symptome. Die Diagnose stellt meist der Internist.
Erst in einem späteren Krankheitsstadium verursacht der Speiseröhrenkrebs Beschwerden wie Sodbrennen oder einen Druck im Brustbeinbereich. Zusätzlich fällt auf, dass die Patienten beim Essen oft würgen und selten auch erbrechen müssen. Dem Erbrochenen kann dann auch Blut beigemischt sein.
In einem sehr fortgeschrittenen Stadium haben die Patienten Probleme beim Schlucken, die Stimme hört sich heiser an und die Patienten spüren Schmerzen im Halsbereich. Wie bei vielen anderen Krebserkrankungen auch nehmen die Patienten an Gewicht ab.
Wenn ein Patient derartige Symptome schildert, führt der Arzt zuerst eine allgemeine körperliche Untersuchung durch.
In jedem Fall benötigt der Arzt eine Spiegelung der Speiseröhre, eine so genannte Ösophagoskopie. Dazu wird dem Patienten ein dünner Schlauch durch den Mund eingeführt. An dessen Ende befindet sich eine Kamera, durch die der Arzt die Schleimhaut, die die Speiseröhre ausgekleidet, genau begutachten kann. Hat der Patient in diesem Bereich einen bösartigen Tumor, kann der Arzt dies feststellen und auch genau diagnostizieren, an welcher Stelle sich der Tumor befindet. Um einen gutartigen von einem bösartigen Tumor zu unterscheiden, entnimmt der Arzt mit einer feinen Zange eine Gewebeprobe des Tumors. Diese wird anschließend im Labor unter einem Mikroskop untersucht. Handelt es sich um einen bösartigen Tumor, so sind in der Probe Krebszellen zu finden.
Im Rahmen der Diagnostik eines Speiseröhrenkrebses wird auch eine spezielle Röntgenuntersuchung durchgeführt. Während die Speiseröhre geröntgt wird, muss der Patient einen Brei schlucken. Der Arzt kann durch diesen speziellen Brei feststellen, wie durchgängig die Speiseröhre noch ist, ob der Tumor bereits das Schlucken beeinträchtigt usw.
Steht die Diagnose Speiseröhrenkrebs fest, muss der Arzt herausfinden, ob der bösartige Tumor bereits Metastasen im Körper gestreut hat. Dazu erfolgen weitere Untersuchungen wie Röntgenaufnahmen, eine Computertomografie oder Magnetresonanztomografie, eine Ultraschalluntersuchung usw. Die Ultraschalluntersuchung erfolgt sowohl auf normalem Wege über die Bauchdecke als auch innerlich. Dazu wird dem Patienten ein spezieller Ultraschallkopf durch den Mund in die Speiseröhre eingeführt. Diese Form des Ultraschalls wird Endosonografie genannt.
Liegen alle Untersuchungsergebnisse vor, so kann der Arzt beurteilen, in welchem Stadium der Krebserkrankung sich der Patient befindet. Dazu ist wichtig, wie groß der Tumor bereits ist und ob er in benachbarte Gewebe eingewachsen ist, ob Lymphknoten befallen sind und ob sich bereits Metastasen gebildet haben.
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