Schizophrenie

Psychische Störung, die den Charakter des Betroffenen wie ausgewechselt wirken lässt

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  • von Paradisi-Redaktion
Schwarz-weiß Bild Frau hockt im dunklem leeren Zimmer an kahler Wand Depression Borderline Trauer
Despair © Ella - www.fotolia.de

Bei einer Schizophrenie ist die gesamte Persönlichkeit der betroffenen Person dadurch gekennzeichnet, dass sie auf sehr verschiedene Art und Weise fremdgesteuert wird. In den meisten Fällen handelt es sich um eine Störung des Realitätsbezugs.

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Die Schizophrenie ist eine der bekanntesten und meist erforschtesten psychologischen Störungen, die sich unter anderem in der Wahrnehmung und dem Verhalten gegenüber der Umwelt bemerkbar macht.

Bei der Diagnose zur Schizophrenie ist zu beachten, dass mögliche andere Ursachen für die Symptome, an denen sich die Krankheit deuten lässt, Schuld sind. So können auch Epilepsie oder Drogenkonsum einer Schizophrenie ähnlich sein.

Ursachen

Die am meisten betroffene Region im Körper ist das Gehirn. Daher wird auch vermutet, dass sich die Schizophrenie unter anderem auf eine unerkannte Hirnentzündung in jungen Jahren zurückführen lässt. Häufig kommt die Schizophrenie in Familien gehäuft vor, so dass die Erkrankung vermutlich auch vererbbar ist.

Das so genannte Vulnerabilitäts-Stress-Coping-Modell beschreibt ein Zusammenspiel von neurobiologischen, psychologischen und sozialen Faktoren, die als Entstehung der Schizophrenie in Frage kommen können.

Symptome

Die Schizophrenie äußert sich zum einen in Positivsymptomen, die sich als

herauskristallisieren. Dabei sind diese Halluzinationen seltener visueller, sondern eher akustischer Art. Das heißt, das der Patient Stimmen hört, obwohl niemand spricht oder sich kein anderer Mensch im Raum befindet.

Im Gegensatz zu den Positivsymptomen treten bei der Schizophrenie auch Negativsymptome auf. Diese äußern sich in den Vorläufern als

im weiteren Verlauf der Krankheit kommt es auch zu

  • eingeschränkten Emotionen und zu einer
  • Abschwächung der Mimik und der Gestik.

Schizophrenie ist nach heutigem Standard nicht heil-, aber behandelbar. Bei den sogenannten schizophrenen Schüben kann auf eine medikamentöse Behandlung des Patienten nicht verzichtet werden. Daher ist es auch wichtig, dass sich vor diesen Schüben ein Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Therapeut entwickelt.

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