Schielen

Strabismus ist eine Augenfehlstellung, die vererbbar ist

Schielen ist ein Stellungsfehler der Augen, der zu Schwachsichtigkeit eines Auges oder zu Doppelbildern führen kann. Es wird in die verschiedenen Schielformen Latentes Schielen, Begleitschielen und Lähmungsschielen eingeteilt.

Augenpaar einer schielenden Frau
verwirrung © martin schmid - www.fotolia.de

Schielen ist eine Fehlstellung der Augen. Gesunde Augen werden durch jeweils sechs Muskeln bewegt und so koordiniert, dass dreidimensionale Bilder wahrgenommen werden können.

Falls einer oder mehrere dieser Muskeln nicht richtig funktionieren bzw. die Steuerung dieser Muskeln vom Gehirn her gestört ist, kommt es zu Augenfehlstellungen, die äußerlich als Schielen bemerkt werden. Die beiden Augen können nicht gleichzeitig denselben Punkt fixieren, sondern die Augen schauen in unterschiedliche Richtungen.

Ausprägungsformen

Das Schielen kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Der Schielende selbst hat dabei keine Schmerzen oder sonstige Empfindungen. Dass er schielt, merkt er oft nur dadurch, dass andere ihn darauf aufmerksam machen, weil es äußerlich auffällig ist, dass ein Auge nach innen oder außen und eventuell auch nach oben oder unten "verdreht" ist.

Dass er nicht räumlich sehen kann, also nicht dreidimensional, erkennt der Schielende selbst oft nur dadurch, dass er zum Beispiel beim Einschenken eines Glases daneben gießt.

Ursachen und Behandlung

Schielen kann angeboren sein oder durch Hirnhautentzündung, Schädelverletzungen, Nervenschäden oder Tumore ausgelöst werden.

Man unterscheidet zwischen

  • latentem Schielen,

das nur in bestimmten Situationen wie zum Beispiel Ermüdung auftritt, und

  • manifestem Schielen,

bei dem die Augen immer unkoordiniert sind. Durch

kann versucht werden, das schielende Auge zu unterstützen, um Folgeschäden wie Schwachsichtigkeit zu vermeiden. Eine andere Behandlungsmethode ist das

  • Abdecken des gesunden Auges,

um die Sehmuskeln des schielenden Auges zu trainieren. Möglich ist auch die

  • operative Korrektur der Augenstellung.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zum Schielen

Formen des Schielens

Latentes Schielen (Heterophorie)

Latentes Schielen (Heterophorie)

Bei dem latenten Schielen handelt es sich um eine Augenfehlstellung, die durch eine Störung des Augenmuskelgleichgewichts hervorgerufen wird.

Manifestes Schielen (Heterotropie)

Manifestes Schielen (Heterotropie)

Kann ein Objekt nur mit einem Auge fixiert werden, spricht man von manifestem Schielen. Häufig tritt diese Augenfehlstellung schon im Kindesalter auf.

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