Retinoblastom

Augenkrebs ist eine Krebserkrankung des Auges im Kleinkindesalter

Die Krebserkrankung Retinoblastom tritt in der Regel im Kleinkindesalter auf. Es handelt sich dabei um einen bösartigen Augen-Tumor, der sich aus den Zellen der Netzhaut entwickelt.

Kleiner Junge liegt auf dem Bauch und schaut durch Holzbauklötze in Kamera
Junge mit Bauklötzen © Daniel Fuhr - www.fotolia.de

Einteilung der Kategorie Retinoblastom

Das Retinoblastom ist ein Tumor der Netzhaut und tritt vorwiegend im Kindesalter auf. Die Häufigkeit beträgt 1:20000 und ist der häufigste Augentumor bei Kindern.

Es ist

  • genetisch bedingt und in 25-30 Prozent der Fälle sind beide Augen betroffen.

Bei Erkrankung sollte deshalb auch ein Humangenetiker aufgesucht werden, um das Erkrankungsrisiko weiterer Kinder in einer genetischen Beratung abzuschätzen.

Mögliche Anzeichen

Ein Retinoblastom ist deshalb so tückisch, weil die Kinder selbst meist keine Symptome verspüren. Die Eltern werden erst aufmerksam, wenn eine sogenannte

  • Leukokorie, eine weiß aufleuchtende Pupille

besteht. Dann ist der Tumor jedoch schon weit fortgeschritten und hat den Glaskörperraum ausgefüllt. Ein weiterer Hinweis auf ein Retinoblastom besteht,

weshalb bei einer Erstuntersuchung bei Schielkindern immer auch die Netzhaut, der Fundus, mit untersucht werden muss. Auch

  • lang andauernde Entzündungen und
  • ein erhöhter Augeninnendruck

geben Anlass, eine Abklärung beim Augenarzt auf ein Retinoblastom durchführen zu lassen.

Diagnose

Bei der Fundusuntersuchung fällt ein Retinoblastom durch einen weißlichen, knolligen Tumor auf. Zur Diagnosesicherung sollte der Augenarzt auch eine

veranlassen.

Behandlung

Da der Tumor bei Diagnosestellung meist schon sehr groß ist,

  • muss das Auge vollständig entfernt werden, eine sogenannte Enukleation.

Es folgt darauf eine

zum Beispiel mit Etoposid oder Carboplatin. Kleinere Tumore können durch

  • Bestrahlung oder
  • Kryotherapie (Durchfrieren mit einer Kältesonde)

behandelt werden. Ist der Sehnerv nicht mit betroffen, dann beträgt die Letalität 5-8 Prozent, andernfalls ist sie weit höher.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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