Das Restless-Legs-Syndrom ist eine der am häufigsten verbreiteten neurologischen Erkrankungen. Die betroffenen Personen leiden unter Missempfindungen in ihren Gliedmaßen. Dies führt dazu, dass die betroffenen Arme und Beine bewegt werden müssen.
Das Restless-Legs-Syndrom bedeutet auf deutsch "Syndrom der unruhigen Beine" und äußert sich in einem Bewegungsdrang insbesondere der Beine, der hauptsächlich abends und nachts auftritt. Oft empfinden die Betroffenen ein unangenehmes Kribbeln und Schmerzen in den Beinen, was sich erst durch Bewegung bessert. Daraus resultiert ein häufiges Erwachen in der Nacht, mit Schlafstörungen und folgender Tagesmüdigkeit.
Das Restless-Legs-Syndrom kann als alleinige Krankheit auftreten oder als Symptom bei anderen Krankheiten wie Niereninsuffizienz, Eisenmangel, Rheuma oder auch während der Schwangerschaft. Auch als Nebenwirkung von Antidepressiva oder Neuroleptika kann es auftreten. Der Grund liegt in einer Störung des dopaminergen und opioidergen Systems im Gehirn, das für die Bewegungs- und Schmerzverarbeitung wichtig ist. Das Syndrom tritt sehr häufig auf, ca. 2-10 Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Dies sind aber häuptsächlich über 65-Jährige und bis zu 20 Prozent der Schwangeren.
Um das Restless-Legs-Syndrom zu diagnostizieren, wird eine sogenannte Polysomnographie gemacht. Der Patient schläft im Schlaflabor, während die Muskelaktivität der Beine gemessen wird. Therapeutisch behandelt man symptomatisch mit Eisensubstitution, Schmerzmedikamente und Nierentransplantation bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz. Die Hauptmedikation besteht in der Regulation des dopaminergen Systems durch Gabe von L-Dopa oder eines Dopamin-Agonisten wie Ropirinol oder Pramipexol am Abend. Bei schwereren Verläufen kann auch die Gabe von Opioiden wie Tramadol oder Oxycodon sinnvoll sein.
Das Restless-Legs-Syndrom kann jedoch nicht geheilt werden und verläuft oft in stärkerer, chronischer Form.
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