Rechenschwäche

Die Dyskalkulie oder Arithmasthenie ist eine Lernschwäche im Bereich der Mathematik

Die Rechenschwäche oder Dyskalkulie ist eine Verzögerung der Entwicklung des mathematischen und logischen Denkens. Probleme beim Rechnen, Erfassen und Begreifen von Zahlen können bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen vorhanden sein.

Kleiner Junge in Klassenraum hält sich Hand vor Augen
Schulstress © LVDESIGN - www.fotolia.de

Rechenschwäche, auch Dyskalie genannt, tritt vor allem bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen auf.

Krankheitsbild und mögliche Folgen

Kennzeichnend für die Rechenschwäche ist eine deutliche verminderte Leistungsfähigkeit im Bereich des mathematischen Grundlagenwissens. Aus dieser Tatsache heraus können aufbauende mathematische Gedanken nicht oder nur in einem sehr geringen Maße verstanden und nachvollzogen werden.

Selbst einfache mathematische Begriffe wie Zahlen, Mengen, die vier Grundrechenarten sowie das Dezimalsystem werden von den Betroffenen nicht richtig eingeordnet. Das Lösen von Gleichungen mit zwei oder mehr Unbekannten sowie die richtige Erfassung von Textaufgaben erscheint unmöglich.

Die Betroffenen versuchen zum Beispiel, ihr nicht vorhandenes mathematisches Verständnis durch Auswendiglernen zu kompensieren, was zu weiteren Misserfolgen führt. Das Lösen von Mathematik-Hausaufgaben führt bei von Rechenschwäche betroffenen Schülern zu einer hohen Anstrengung und einer schnellen Erschöpfung.

Wenn eine Rechenschwäche nicht erkannt wird, kann es zu weiteren Symptomen, wie zum Beispiel verschiedenen psychischen Problemen, kommen. Die Schüler flüchten in eine Vermeidungshaltung oder versuchen, ihre Rechenschwäche durch gute Leistungen in anderen Bereichen zu kompensieren.

Ursachen

Mediziner teilen die möglichen Ursachen für eine Rechenschwäche in drei Felder ein, in denen verschiedene Auslöser eine Rolle spielen können:

  • Neuropsychologische Ursachen (z.B. Koordinationsstörungen in der Feinmotorik, Schwierigkeiten beim Speichern von Informationen im Kurz- und Langzeitgedächtnis oder sprachliche Kodierungsschwierigkeiten)
  • Soziokulturelle und familiäre Bedingungen (z.B. psychische Belastungen in der Familie, sprachliche Barrieren oder Schulangst) sowie
  • Schulische und sonstige Ursachen (z.B. zu große Klassen, häufiger Lehrerwechsel oder das Vorschreiben bestimmter Denkwege).

Behandlung

Die Rechenschwäche lässt sich nicht allein durch intensives Üben oder Nachhilfeunterricht beseitigen. Oft werden die Symptome sogar verstärkt.

Es kommt darauf an, für die von Rechenschwäche betroffenen Schüler die optimale Förderung zu finden. So haben sich verschiedene private Bildungseinrichtungen speziell auf die Diagnose und Behandlung der Rechenschwäche spezialisiert.

Wird eine Rechenschwäche nicht oder nicht rechtzeitig erkannt, kann dies verheerende Folgen haben. Die Schüler entwickeln allgemeine Versagensängste, stoßen auf Unverständnis und werden oft zu Außenseitern. Da sie in Mathematik trotz intensivem Üben keine Erfolge verzeichnen, trauen sie sich oft auch in anderen Bereichen nichts mehr zu.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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