29. April 2009
Die Medikamentenabhängigkeit kann nur durch einen Entzug behandelt werden. Vorbeugen kann man der Sucht nur bedingt.
Zu Beginn der Behandlung sollte der Patient einsichtig sein, dies erleichtert die Behandlung enorm. Die Therapie einer Medikamentenabhängigkeit dauert meist lange Zeit und findet häufig in einem Krankenhaus statt.
Handelt es sich nur um eine leichte Abhängigkeit, kann der Entzug in einigen Fällen auch ambulant durchgeführt werden. Schwere Entzugssymptome werden jedoch in der Regel unter stationärer Beobachtung behandelt. Zu Beginn der Behandlung steht der körperliche Entzug von dem Medikament. Die Ärzte behandeln dabei auch die Entzugssymptome wie Zittern, Schwitzen und Wahnvorstellungen. Im Anschluss erfolgt eine mehrwöchige oder mehrmonatige Weiterbehandlung, teilweise ambulant, teilweise ebenfalls stationär. In der so genannten Entwöhnungsphase müssen die Patienten lernen, auch ohne die Medikamenteneinnahme zurecht zu kommen. Sie erhalten dazu psychotherapeutische Behandlung, oft auch in Form einer Gruppentherapie.
Viele Patienten schließen sich auch einer Selbsthilfegruppe an. Hier erhalten sie Kontakt zu Gleichgesinnten und können sich gegenseitig stärken, nicht wieder rückfällig zu werden.
Jeder, der regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte sich bewusst darüber sein, dass Medikamente abhängig machen können. Medikamente sollten daher nur solange eingenommen werden, wie sie auch wirklich zwingend benötigt werden.
Wer bemerkt, dass er Entzugssymptome entwickelt, wenn er die Einnahme einmal vergessen hat, sollte dies sofort ärztlich abklären lassen. Je früher ein Entzug durchgeführt wird, desto einfacher wird dieser für den Patienten.
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